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Goch
Casi und Chrissi im Blaulicht-Glück

Goch: Casi und Chrissi im Blaulicht-Glück
FOTO: van Offern Markus
Goch. Der Auftakt zur neuen Session ist geglückt: Das närrische Wohnzimmer der Gocher Feuerwehr lockte am Wochenende ungezählte Karnevalisten an. Sie erlebten eine fulminante Prinzenvorstellung um Carsten I. und Christine I. Von Anja Settnik

GOCH Noch mehr Blau, als im Gocher Karneval dank der Stadtfarben ohnehin vertreten ist, prägte den fulminanten Erstaufschlag der neuen Karnevalssession: Wo die Feuerwehr das Sagen hat, ist natürlich mit jeder Menge Blaulicht zu rechnen: als Deko auf den Tischen, bei der Beleuchtung . . . Im rappelvoll gefüllten Festzelt auf dem Gelände der Gocher Feuerwehr ging eine tolle Prinzenvorstellung über die Bühne.

Und nicht nur über die Bühne: Für große Begeisterung sorgte auch ein Film, den die Feuerwehr über sich selbst produziert hat. Mit professioneller und prominenter Hilfe: Fernsehsachverstand sorgte für die technische Qualität, Show-Prominenz brachte Überraschungsmomente. Unklar blieb manchem, ob die Einspielungen einiger Wortbeiträge "echt" oder simultan waren - Jürgen Drews, Roland Kaiser, Mirja Boes und einige andere wurden in einem fast perfekten "Heute Journal"-Beitrag mit der Nachricht konfrontiert, dass sich "Chrissi" ausgerechnet "Casi" zum Prinzen erkoren hat. Völlige Verständnislosigkeit auszudrücken war offenbar der Auftrag. Wenig später versicherte die künftige Gocher Lieblichkeit Christine Linßen, die fortan nur noch "Christine I." heißen wird, dass sie aber doch sehr gerne gemeinsam mit Carsten Janssen die Gocher Narrenschar anführen wird.

Diese beiden also sind es, die laut Bürgermeister Ulrich Knickrehm - selbst Komiteemitglied - ein "Traumpaar" im Gocher Karneval sein werden. Der erste Bürger freut sich auf "stürmische Nächte, flammende Reden, brennende Hütten und Branntwein in Strömen" - alles Situationen, die die Feuerwehr sonst eher bekämpft. Und tasächlich versicherte "Casi", dass der etwas andere Image-Film, der das närrische Publikum zu frenetischem Applaus veranlasste, keinesfalls den Feuerwehr-Alltag widerspiegelte. Bier beim Training der Tänzerinnen gibt es ebenso wenig wie Wehrleute, die mit dem Trecker zum Einsatz ausrücken. Aber gute Laune verbreitete der Beitrag ohne Frage.

Oben: Der künftige Prinz Carsten Janssen und seine Prinzessin Christine Linßen betreten die Gocher (Karnevals-)Bühne. Unten: Volles Festzelt und beste Stimmung bei der Prinzenpaarvorstellung. FOTO: MVO

Angefangen hatte der muntere Abend mit der Begrüßung durch Feuerwehr-Chef Georg Binn um 20.11 Uhr. Frank Bömler und sein RZK (mit neuen schwarzen Westen unter den weißen Jacken) wurden vorgestellt, dann übernahm Ingo Matenaers die Moderation. Als Ex-Prinz weiß er schließlich besonders gut, was in den kommenden Monaten auf die Vereinskameraden zukommt. 2009 führte er gemeinsam mit Anne Verhaelen die Gocher Narren an. Heinz Heix war 1958 der erste Gocher Feuerwehr-Prinz; Hermann Zürichs, Willi Vaegs, Horst Broekmann, Hans-Gerd-Colter und Ulrich Papen folgten. Jede Session war für sich genommen wunderbar, und mit nichts anderem ist auch diesmal zu rechnen. Über den "Beginn eines langersehnten Traumes" zeigte sich der künftige Prinz glücklich, seine Prinzessin versicherte, dass sie heute, mit 27, noch ebenso begeistert bei den Funken tanzt wie einst als "Mäuschen". Ein Koffer voller 1-Cent-Stücke vom RZK und dazu noch ein lebensgroßer Weckmann für den stets hungrigen "stattlichen" Prinzen waren neben Blumen für ihre Lieblichkeit die Geschenke. Dankbar hörte das künftige Prinzenpaar, dass das demnächst aus dem Amt scheidende Paar "Poldi" und Lisa samt ihrer Vrouwenpoort die neuen Regenten nach Kräften unterstützen wollen. Der erste Termin im Zelt sei ja schon mal "ein Auftakt wie aus dem Bilderbuch", befand Johannes Polders und überreichte Kittelschürzen als Schlabberlätze, damit die Garderobe immer schön sauber bleibt.

Dann war Zeit zum Gratulieren und zum Feiern. Bis zur Prinzenkür am 5. Januar ist jetzt erstmal Pause. Aber dann geht's richtig los, denn die Session ist kurz und will genutzt werden.

Quelle: RP
 
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