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Goch
CDU plant eine Schönheitskur für Goch

Goch: CDU plant eine Schönheitskur für Goch
Ein zentraler Punkt der CDU-Überlegungen ist der von Bäumen gesäumte Marktplatz, der für die Besucher attraktiver gestaltet werden soll. Vorstellen kann man sich zum Beispiel die Errichtung einer (historisch bis 1812 belegten) Gerichtslinde mitten auf dem Markt. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Eine 16-köpfige Arbeitsgruppe Stadtplanung und Stadtentwicklung hat ein Arbeitspapier mit den schönen und den schlechten Seiten der City erstellt. Der Marktplatz soll attraktiver werden, zum Beispiel mit einer Gerichtslinde. Von Jürgen Loosen

Das Stadtbild von Goch soll schöner werden: Dieses (langfristige) Ziel hat sich die 16-köpfige Arbeitsgruppe Stadtplanung und Stadtentwicklung der CDU Goch gesetzt, die sich seit einem halben Jahr mit der "Kerninnenstadt" beschäftigt und nach einer Ortsbegehung und vier Sitzungen ein mehrseitiges Arbeitspapier erstellt hat. Der Vorsitzende des Gremiums, Architekt Klaus Völling: "Wir wollen die Bürger aktiv in die Prozesse einbinden und eine Initialzündung geben, damit sich die Politik intensiv mit den Ideen beschäftigt". Dabei gehe es keineswegs darum, "jetzt alles schlecht zu reden, denn es gibt auch viele gute Seiten".

Zentraler Punkt ist und bleibt nicht alleine geografisch der Marktplatz im Herzen der Stadt, "über dessen Gestaltung seit Jahrzehnten in Goch diskutiert wird, ohne dass es so richtig gelungen ist, ihn attraktiver zu machen", sagt Völling. Deshalb haben die Christdemokraten ein paar Arbeitsthesen aufgestellt, bei deren Verwirklichung der Wunsch der Geschäftswelt nach Parkplätzen berücksichtigt wurde, denn "die Zahl bleibt fast gleich", sagt Völling voraus. Zunächst soll die historische Größe des Marktes mit Bildung einer Raumkante wieder hergestellt werden. Nicht beparkt werden soll das Zentrum des Marktes, in dem zur Schaffung von "öffentlicher Aufenthaltsqualität" etwa eine historisch belegte Gerichtslinde (die tatsächlich bis 1812 existiert hat), Möblierung, Bäume und Wasserspiele vorstellbar seien. Zudem sollen Gastronomieflächen auf der Westseite geschaffen werden. Auch den Verkehr hat die CDU im Blick: Sie möchte die Fahrspur zwischen Steinstraße und Mühlenstraße schließen und die Einbahnstraßenrichtung Frauenstraße/Arnold-Janssen-Straße umkehren für eine direkte Anfahrmöglichkeit der Südseite des Markts. "Unser Ziel ist es, den Markt mit Leben zu füllen", formuliert Völling. Mit einer solchen Veränderung soll die "langfristige Entwicklung der Innenstadt beeinflusst werden", zumal es einen Konzentrationsprozess auf die direkte City gebe, heißt es in dem Arbeitspapier.

Weitere Schritte der Gocher Schönheitskur: Auf der Voßstraße/Steinstraße begrüßt der Arbeitskreis erst einmal ausdrücklich die Initiative des Werberings, mit Blumenampeln die Attraktivität zu steigern, kritisiert aber Pflegezustand und Aussehen der Bänke und Baumscheiben. Die Beete seien teils verwildert, teils pflanzenlos, die Sitzmöbel müssten wie das stark verbesserungswürdige Natursteinpflaster in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzt werden, Pflanzbeete und Baumkronen sollten im Bereich ab Tönnessenstraße bis zur Herzogstraße ergänzt werden.

Im Umfeld des Wahrzeichens Steintor wird angeregt, den Bereich des "von einem Schilderwald dominierten" Geschichtsbrunnens pflanzerisch zu überdenken. Ziel müsse es sein, das Steintor sowie den (seit langem wasserlosen) Brunnen besser zu präsentieren. Auf der Brückenstraße hält es die CDU für "bedauerlich, dass die Baumstümpfe aus ungepflegten Beeten ragen". Der Arbeitskreis regt an, Straßenbäume zu setzen, "eine pflegeleichte, kleinwüchsige Sorte", um den alten Charakter der alleenartigen Brückenstraße wieder herzustellen.

Die Problematik gefällter Baumscheiben sei zudem im weiteren Bereich der Mühlenstraße und de Steinstraße auch vorhanden.

Blieben die Stadteinfahrten, die Zugangstore von Goch. Ausdrücklich begrüßt die Arbeitsgruppe die gelungene Gestaltung des Kreisverkehrs am Bahnhof, die Skulptur des Harlekin sei "eine freundliche Visitenkarte der Stadt". Deshalb wird angeregt, die übrigen wichtigen Stadteingänge zu überprüfen. Die "Möglichkeit, dass ein PPP-Modell bei den Patenschaften für einzelne Bereiche übernommen werden kann, könnte ein zukunftsfähiger Weg sein".

Jetzt darf man auf Diskussionen und Entscheidungen der Gocher Politik gespannt sein.

Quelle: RP
 
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