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Uedem
Der Kampf gegen die Raupen beginnt

Uedem: Der Kampf gegen die Raupen beginnt
In Goch ging es gestern los: Bäume wurden mit einem biologischen und für Menschen ungefährlichen Bekämpfungsmittel besprüht. FOTO: STADT GOCH/ TM
Uedem. Seit gestern geht die Stadt Goch gegen den Eichenprozessionsspinner vor. Auch in Uedem wird gesprüht, dort war die Population des Schmetterlings in den vergangenen Jahren teils sprunghaft angestiegen. Von Anja Settnik

Wie schlimm es wird, weiß man vorher noch nicht. Vorsichtshalber wird die Gemeinde Uedem ebenso wie die Stadt Goch auch in dieser Saison wieder vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durchführen.

In den vergangenen Jahren war es in der Schustergemeinde zum Teil zu einer enormen Populationsausweitung des Schmetterlings gekommen. Seine Raupen, die fast ausschließlich auf Eichen zu finden sind, bilden ab einem bestimmten Larvenstadium eine Vielzahl von sehr feinen Haaren aus, die mit einem Nesselgift besetzt sind. Die Raupen sind für Menschen wegen ihrer giftigen Behaarung gefährlich. Bei Kontakt mit der Haut können starke Juckreize und allergische Reaktionen auftreten.

Daher werden je nach Witterung noch im Mai die Eichen mit einem biologischen und für Menschen ungefährlichen Bekämpfungsmittel besprüht. Bei dem von der beauftragten Fachfirma angewendeten Bekämpfungsverfahren werden die befallenen Bäume großflächig besprüht. Das aufgesprühte Mittel wird durch die Jungraupen über die Nahrung aufgenommen und führt zu einem Fraßstopp, wodurch die Raupen kurze Zeit später verenden. Das verwendete Mittel ist für Menschen, Nutzvieh und Haustiere völlig ungefährlich, versichert die Gemeinde Uedem.

Die Aktion beschränkt sich auf öffentliche Bereiche, die regelmäßig genutzt werden. Dazu zählen etwa Kinderspielplätze, Schulen und Sportplätze. Behandelt werden aber auch Eichen in Wohngebieten und stark frequentierten Plätzen. An weniger stark genutzten Straßen, Wegen und Flächen, an denen mit Eichenprozessionsspinnern zu rechnen ist, werden Schilder mit entsprechenden Warnhinweisen und Verhaltensregeln aufgestellt.

Von privater Bekämpfung wird abgeraten. Für Fragen zum Thema stehen in Uedem Frank Parlings (02825 8842) und Michel Boerst (02825 8860) zur Verfügung.

In Goch wird seit gestern ebenfalls gegen den problematischen Falter und dessen Raupen vorgegangen. Stadtsprecher Torsten Matenaers hatte zuvor daran erinnert, dass insbesondere im Bereich Hülm in den Vorjahren ebenfalls gesprüht worden war. "Wir bekommen freundlicherweise das Gerät der Stadt Kleve zur Verfügung gestellt. Dort wird es zunächst eingesetzt. Unsere Stadtgärtner werden, bevor sie in Goch aktiv werden, sich in jedem Fall erst einmal ein Bild von der Lage machen", erklärte Matenaers.

Quelle: RP
 
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