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Uedem
Die Fidelfrauen und das Männerballett

Uedem: Die Fidelfrauen und das Männerballett
Die "Parodisten" nahmen aktuelle Geschehnisse gesanglich aufs Korn. FOTO: Gottfried Evers
Uedem. Die letzte Sitzung der Session begann für die Uedemer Kolping Karnevalsgruppe "Fidelitas" mit einem langen Einzug in das Bürgerhaus. Begeisterter Applaus empfing den Elferrat, der sämtliche Tanzgruppen des Vereins sofort mit auf die Bühne brachte. Von Antje Thimm

"Heute sind wir mal mit allen "Knollen", Minis, Teenies und Fidelfrauen reingekommen, sie sind unser ganzer Stolz", sagte bei der Begrüßung Sitzungspräsident Frank Kösters, auch genannt "der Geier".

Auf den Tischen lagen große Leuchtstäbe bereit, mit denen die Gäste alle Akteure auf ihrem Weg zur Bühne begeistert begleiteten. Die jüngsten Tänzerinnen, die "Minis", die auch einen "heldenhaften" Tänzer in ihrer Mitte haben, legten einen rasanten Programmstart hin. "Wo ist denn mein Papa? Hat ihn jemand gesehen?", mit diesen Worten begann die 12-jährige Maike Michels ihr Debüt in der Kinderbütt, parodierte gekonnt und absolvierte den "Eisbrecher" mit viel Erfolg. Festen Platz im Programm hat das Männerballett der Gocher Feuerwehr. Trotz Prinzengestellung und vieler Zusatztermine, waren sie mit einer großen Show im Gepäck nach Uedem gekommen. Prinz Carsten I., Prinzessin Christine I., das ganze Gefolge, Feuerfunken und Musikzug hielten gleich darauf großen Einzug. Auf der Bühne war es eine Begrüßung unter Freunden. "Ein besonderes Highlight für mich", sagte Frank Kösters. Die Stimmen der beiden Gocher Tollitäten waren hörbar angeschlagen. Nach Ordensverleihungen brachten die Feuerfunken die Bühne zum Beben. Es folgte der erste von fünf Auftritten der Fidelfrauen. Disco- oder Western-Dance als Schlümpfe, eine Helene-Fischer-Playback-Show zu "Herzbeben" oder Party im Mallorca-Style sind nur einige der vielen kreativen Ideen. Mit strahlenden Gesichtern tanzten die 13- bis 18-jährigen Mädchen des Knollenballetts ihren Gardetanz, später einen großen Showtanz zum Thema "Moskau". Die "Parodisten" sind sieben Männer, die die aktuellen Geschehnisse in Politik und Gesellschaft gesanglich aufs Korn nehmen, sie blicken auf eine 72-jährige Tradition zurück. "Au revoir - auf Wiedersehen", sangen sie über den Verkauf der Uedemer Firma Horlemann nach Frankreich. Ralf Kerkmann als "Bruchse" gab gewohnt professionell viele lustige Lebensweisheiten zum Besten. Auch das Debüt in der Bütt von Rosi Michels als "Putzfrau" trainierte alle Lachmuskeln.

Ein Höhepunkt war die Präsentation des vereinseigenen Männerballetts "Aqua Burger", das sich für diese Session erstmalig zusammengefunden hatte. "So badete man um 1900" war das Thema der schwungvollen und witzigen Show. Die Männer begeisterten in geringelten Badeanzügen und mit akrobatischen Sprüngen. Eigentlich wollte das Publikum sie nicht mehr gehen lassen. Die Stimmung im Saal war nicht mehr zu toppen, da ertönten die unverwechselbaren Rhythmen der Gocher Tanz- und Reitergarde. Die Freunde aus der Weberstadt fingen einfach mal ganz entspannt mit der Zugabe an, begeisterten als tanzende Pinguine und Reiter zu einem schwungvollen Disco-Mix. Ihr 15-jähriges Bühnenjubiläum feierten die "Paparazzis" Uwe Magney & Michael Peters vom KC Ratsstube Weeze. Ihr Auftritt war Bütten-Dialog, Gesang und Small Talk mit dem Publikum in einem Guss. Zusammen mit den "Partykrachern", zuständig für den musikalischen Background des Abends rockten sie den Saal. Darauf ein "Dreifach von Herzen Uem Helau".

Quelle: RP
 
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