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Uedem
Ein neuer Bürgerbus zum Geburtstag in Uedem

Uedem: Ein neuer Bürgerbus zum Geburtstag in Uedem
Der neue Bürgerbus wurde zum 10. Geburtstag des Vereins in Uedem übergeben. FOTO: Gottfried Evers
Uedem. Im Bürgerhaus wurde das zehnjährige Jubiläum des Vereins gebührend gefeiert. Zudem gab es auch ein Geschenk. Von Natalja Bruck

117 Monate, knapp 80.000 beförderte Personen und unzählige Stunden ehrenamtlichen Engagements: Das ist die Bilanz von zehn Jahren Bürgerbusverein Uedem. Die Idee, einen Bus von Bürgern für Bürger in Uedem einzusetzen, entstand bereits 2004, der erste Bürgerbus rollte ab Dezember 2005 durch die Schustergemeinde und verbindet seitdem Keppeln, Uedemerbruch und Labbeck mit Uedem.

"Der Bürgerbus ist ein tolles Angebot besonders für ältere Mitbürger, die nicht mehr so mobil sind", zeigte sich dann auch Bürgermeister Rainer Weber begeistert vom Bürgerbus. Und obwohl es in den vergangenen zehn Jahren Hochs und Tiefs gegeben hat, so zieht Weber eine positive Bilanz mit in den letzten Jahren steigenden Passagierzahlen. Als rechte Hand seines Amtsvorgängers Werner van Briel war der Bürgermeister von Anfang an in die Planungen des Bürgerbusvereins eingebunden und ist immer noch begeistert davon, was die Bürger in ehrenamtlicher Arbeit auf die Beine gestellt haben: " Die Mitglieder des Bürgerbusvereins haben nicht gesagt " Tu was" sondern "Wir tun was" und im Namen der Gemeinde und des Rates möchte ich meinen Dank für so viel bürgerschaftliches Engagement aussprechen."

Engagement, das zu Zeit von einer recht kleinen Zahl aktiver Freiwilliger aufgebracht wird. 20 Fahrer leisten wöchentlich zwischen vier und acht Stunden Dienst im Bus, Verstärkung ist jederzeit herzlich willkommen, auch um die jetzigen Fahrer zu entlasten. (Die RP berichtete.) Dafür müssen Freiwillige keine besonderen Voraussetzungen mitbringen, ein regulärer Pkw -Führerschein ist ausreichend. Nach einer ärztlichen Untersuchung wird eine Personenbeförderungslizenz exklusiv für den Bürgerbus ausgestellt.

"Wir sind als Bürgerbusverein wie eine große Familie und haben einen großartigen Zusammenhalt im Verein. Mit den Fahrern unternehmen wir regelmäßig etwas auch außerhalb des Busdienstes", sagt Hans- Georg Fröhlich, 1. Vorsitzender des Vereins. Mit dem neuen Niederflurbus, der ab sofort in Betrieb ist, können nun auch gebehinderte Menschen sowie Kinderwagen bequem befördert werden. Außerdem wurde das Angebot des Bürgerbusses auf eine "Einkaufstour" ausgeweitet. Fahrgäste können von Uedem aus bequem einen Großeinkauf beim Lebensmitteldiscounter machen, sich beim Lindchen mit frischem Obst und Gemüse eindecken und anschließend mit dem Bürgerbus wieder zurückfahren. In Zusammenarbeit mit dem Bürgerbus Sonsbeck können Reisende zudem mit dem Bürgerbus über Labbeck bis nach Xanten fahren.

Engagierte Bürger verstehen sich und so hatte das Team vom Bürgerbus Sonsbeck zum Jubiläum als kleines Mitbringsel einen köstlich verzierten Weckmann mitgebracht. "Wenn wir den unter den Fahrern aufteilen, haben die nur klebrige Finger, also stiften wir den Weckmann am Montag einer sozialen Einrichtung in der Gemeinde", sagte Maria Haaken, Geschäftsführerin des Vereins, mit einem Augenzwinkern.

Die Kosten für den neuen Niederflurbus trägt neben dem Land NRW die Gemeinde Uedem mit einem großen Beitrag, nachdem der alte Bus nach fünf Jahren im Dienst aufgrund von gesetzlichen Vorgaben ausgetauscht werden musste. Der neue Bus bietet wieder acht Personen Platz, ist jedoch etwas länger als sein Vorgänger und für Passagiere noch etwas bequemer. "Ohne die Unterstützung der Gemeinde Uedem und der NIAG könnte der Bürgerbus nicht fahren und dafür möchten wir uns als Verein recht herzlich bedanken", brachte Hans-Georg Fröhlich die Dankbarkeit der Vereinsmitglieder zum Ausdruck.

Quelle: RP
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