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Goch
Ende der "Ticketsteuer" in Sicht

Goch: Ende der "Ticketsteuer" in Sicht
Freude bei Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber. FOTO: Seybert
Goch. Eine neue Landesregierung bedeutet gute Nachrichten für den Flughafen Weeze: Die Flughafen-Geschäftsführer fühlte sich in der Vergangenheit diskriminiert und hofft nun darauf, anders wahrgenommen zu werden.  Von Sebastian Latzel

Als die neue NRW-Landesregierung den Koalitionsvertrag unterschrieb, wird Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber sicher gestrahlt haben. Denn vor allem ein Satz aus dem Papier hat für den Flughafen Weeze große Bedeutung: "Die im Landesentwicklungsplan (LEP) enthaltene willkürliche Unterscheidung zwischen regional- und landesbedeutsamen Flughäfen und Häfen werden wir aufheben", lautet die klare Aussage in der Vereinbarung zwischen FDP und CDU.

"Keine Frage, das ist für uns natürlich eine positive Entwicklung", sagt van Bebber. Ende des Jahres hatte der Flughafen die Verabschiedung des LEP noch heftig kritisiert, weil dort eben Weeze weiter lediglich als "regionalbedeutsam" aufgeführt war. Von "Diskriminierung" war die Rede, der Flughafen fühlte sich in der Entwicklung eingeschränkt, und die Verantwortlichen behielten sich rechtliche Schritte gegen den LEP vor. "Für uns war immer klar, dass wir das nicht akzeptieren werden", so van Bebber. Das sei auch immer Linie von CDU und FDP gewesen, daher freue es ihn natürlich, dass dieses Versprechen im Koalitionsvertrag umgesetzt werde.

Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Noch positiver findet der Flughafen-Chef, dass der neue Ministerpräsident Armin Laschet angekündigt hat, sich auf Bundesebene für die Abschaffung der Luftverkehrssteuer einzusetzen. Durch diese "Ticketsteuer" kostet jeder Flug ab Weeze 7,50 Euro mehr. Gerade im Billigflugsektor, wo die Margen gering sind, ein echter Wettbewerbsnachteil. "Nirgendwo richtet die Ticketsteuer so viel Schaden an wie hier an der Grenze. NRW wird dadurch massiv benachteiligt", kritisiert der Flughafen-Geschäftsführer. Weeze sei in besonderem Maße betroffen, weil 40 Prozent der Fluggäste aus den Niederlanden kommen. Der Airport stehe da im harten Konkurrenzkampf mit den Flughäfen jenseits der Grenze. "Die Ticketsteuer hat einen massiven negativen Einfluss. Es kann nicht sein, dass wir das Land sind, das Europa predigt, aber protektionistisch handelt", sagt van Bebber.

Quelle: RP
 
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