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Uedem
Feuerwehr lädt zu Spritzenwettbewerb

Uedem: Feuerwehr lädt zu Spritzenwettbewerb
FOTO: Strücken Lothar
Uedem. Die Freiwillige Feuerwehr Uedem feiert ihren 125. Geburtstag am Sonntag unter anderem mit einem historischen Handdruckpumpen-Wettbewerb. Mit dabei sind Löschknechte aus ganz Nordrhein-Westfalen. Von Antje Thimm

Es wird sein wie vor 125 Jahren: Bei Feueralarm gab es keine hochtechnisierten Einsatzfahrzeuge, dennoch waren Helfer zur Stelle und waren wie heute hundert Prozent im Einsatz.

Wie in vergangenen Zeiten ein Brand gelöscht wurde, kann man am Sonntag, 10. September, rund um das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr am Westwall in Uedem beobachten. Im Zuge der Feierlichkeiten zu ihrem 125-jährigen Bestehen lädt die Feuerwehr Uedem dann nämlich zum historischen Handdruck-Spritzenwettbewerb.

Wie Gerhard Ingenerf im Vorfeld mitteilte, hatten sich schon früh acht Gruppen aus ganz NRW zur Teilnahme angemeldet. "Löschknechte" nennen sie sich allesamt und setzen sich in der Regel zusammen aus Feuerwehrmännern im Alter zwischen 70 und 80. Die 14 Uedemer Löschknechte sind aus der Ehrenabteilung entstanden. "Unsere Löschknechte sind sehr aktive Mitglieder", betonte Ingenerf. An Wettbewerben mit der historischen Handdruck-Spritze nahmen sie schon mehrfach teil. Hans Ermers, Sprecher der Löschknechte in Uedem, freute sich besonders, dass ein solcher Wettbewerb nun zum ersten Mal in Uedem stattfindet.

Wichtigstes Gerät ist eine schmucke Handdruckspritze, die die Uedemer Feuerwehr im Jahre 1893 angeschafft hat. Wie Ingenerf berichtet, wurde sie irgendwann - das genaue Datum ist nicht bekannt - nach Kranenburg verkauft. Vor 25 Jahren, zum 100. Bestehen der Uedemer Feuerwehr, konnte sie zurückgekauft werden. Beim Wettbewerb nun geht es darum, an einer zweigeschossigen Haussilhouette den Wasserstrahl gezielt einzubringen, die Zeit wir gestoppt, die Wassermenge wird gemessen. "Das ist schon eine richtige Ausdauerübung und erfordert Training", sagt Pressesprecher Patric Kuhn. Es müsse durchgehend gepumpt werden, damit der Wasserstrahl gleichmäßig bleibt, hinzu komme das ständige Befüllen des Wassertanks. Das geschieht mit Eimern. Die Löschknechte holen sich hierbei gerne Hilfe bei den Umstehenden, eine Eimerkette werde gebildet. "Unsere Löschknechte bereiten sich hier ganz gut vor", sagt Andreas Janßen von der Uedemer Brandwehr. Wenn auch in erster Linie den Zuschauern die damalige Technik, die zwischenmenschliche Kommunikation und das Teamwork der Akteure gezeigt werden soll, so bleibt der Spaß an der Sache dennoch nicht auf der Strecke. "Im Publikum stehen dann bereits ein Bäcker und ein Pastor in alter Tracht parat und werden eingesetzt", so Janßen. Bewertet wird laut Wettbewerbsausschreibung das gesamte Auftreten der Mannschaft, die Authentizität der Uniformen, der Zustand der Handdruck-Feuerspritze und die Kommandos, die ebenfalls aus alter Zeit überliefert sind. Wie bei den Seeleuten gibt es auch eine Reihe von Knoten und Stichen, die man können muss. Auch dies müssen die Wettkämpfer unter Beweis stellen. Die bunte Vielfalt sehenswerter alter Handdruck-Spritzen in Aktion zu erleben, sei für die Besucher eine besondere Attraktion, so die Organisatoren. Der Wettkampf-Tag ist gliedert in zwei verschiedene Wettbewerbe, wobei die Geschicklichkeitsaufgabe noch nicht verraten wurde. Stärken kann man sich am reichhaltigen Kuchenbuffet oder am Grillstand. Parkmöglichkeiten bieten sich am Markt / Mühlenstraße, Viehstraße / Turmstraße, Hosenmarkt / Weberplatz, Bleiche und Agathawall.

Die Stellplätze am Westwall sind den teilnehmenden Löschgruppen mit ihren Fahrzeugen vorbehalten.

Der Wettbewerb findet am Sonntag, 10. September, von 9 bis 16 Uhr statt. Die teilnehmenden Löschgruppen treffen um 9 Uhr ein und werden um 10 Uhr dem Publikum vorgestellt. Ein Wettbewerb ist am Vormittag und einer am Nachmittag. Die Siegerehrung ist laut Veranstalter dann gegen 16 Uhr.

Quelle: RP
 
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