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Goch
Feurige Kostümsitzung der Gocher Wehr

Goch: Feurige Kostümsitzung der Gocher Wehr
Die Bühne des Gocher Kastell war fast zu klein, um allen großen und kleinen Tänzerinnen Platz zu bieten. FOTO: Privat
Goch. Im Kastell hielt es kaum einen Gast auf seinem Sitz. Mit zündenden Bütten und akrobatischen Showtänzen eroberten die Akteure die Herzen des Publikums. Höhepunkt des Abends war der Besuch des Gocher Prinzenpaares.

420 begeisterte Narren, mehr als 250 Akteure, sechs Stunden Programm - das waren die Eckdaten des der Kostümsitzung des Karnevalsvereins der Freiwilligen Feuerwehr Goch. Um 19.11 Uhr entzündete im Kastell Sitzungspräsident Ingo Matenaers, begleitet von den vereinseigenen Tanzgarden sowie Spielmannszug und Musikzug, das Feuer, das die nächsten sechs Stunden lichterloh brennen sollte.

Die kleinsten Damen des Vereins tanzten sich direkt zu Anfang des Abends in die Herzen der Narren. Mit ihrem Marsch, gespickt mit Radschlägen und Spagat, zeigten die drei- bis sechsjährigen Bambinis ihr ganzes Können und gaben weiter an den Feuerwehrmann Mike aus Uedem, Gardist der Prinzengarde 2018. Als "Eisbrecher" schaffte er es, dass bereits um 19.30 Uhr keiner mehr auf den Plätzen saß und überraschte nicht nur Gäste, sondern auch die eigenen Kameraden damit, dass er nicht nur reden, sondern auch noch hervorragend Saxophon spielen kann.

Danach war die Bühne frei für den Showtanz der Mini-Tanzgarde. 27 Mädchen und ein Junge verzauberten das Publikum mit wunderschönen Kostümen und ihrem tollen Showtanz als Clowns. "Gardist Schüppe" und "Prinz Casi in Spe" - beide aktive Feuerwehrkameraden - wähnten sich auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr, stellten dann aber, anhand der fehlenden Würstchenausgabe im Foyer fest, dass sie sich wohl im Datum vertan hatten. Egal - dann erfährt das Publikum eben, was sich bei der letzten Jahreshauptversammlung zugetragen hat. In ihr verrücktes Leben als Hutmacher entführte danach die Mittlere Tanzgarde. Tolle Outfits, eine ausgefallene Choreographie - das Publikum war restlos begeistert. Hilla Heien, seit Jahren Stammgast bei den Gocher Feuerwehrkameraden, drehte bei der letzten Bütt des Abends ihren eigenen Film und baute sich ihre Filmcrew aus Feuerwehrleuten zusammen. Ein Oscar ist jetzt schon sicher. Den haben sich auch die Feuerfunken mit ihrem Marsch verdient. Mit 100 Prozent Leistung das Publikum zu 100 Prozent begeistert: Stehender Applaus gab es für die Funkengarde und das Versprechen, sie zu späterer Stunde noch einmal mit ihrem Showtanz zu sehen. Derart aufgeheizt begrüßten die Gocher die Kleevse Tön, die erst nach etlichen Zugaben wieder eine Chance hatten, von der Bühne zu gehen. Die Musiker mit Herz, die auch schon seit einigen Jahren zur Feuerwehr kommen, sorgten dafür, dass Stühle im Kastell an diesem Abend endgültig überflüssig waren. Den Vogel schossen die Jungs vom Männerballett ab: Als Kapitäne nahmen sie das Publikum - und Rose, Stammgast auf dem Schiff - mit auf eine Kreuzfahrt, "die fast so geendet wäre wie in diesem Hollywoodfilm Ti... Ti... Ti... Ach ist ja auch egal". An diesem Abend dauerte die Kreuzfahrt doppelt so lang. Das Publikum forderte als Zugabe noch einmal den kompletten Tanz.

Der Höhepunkt im Anschluss: Das Gocher Prinzenpaar Johannes III. und Yvonne II. der Reitergarde, nebst Garde und Fanfarenzug, enterte die Bühne. Sitzungspräsident Ingo Matenaers sorgte mit seiner Begrüßungsrede für große Freude beim Prinzenpaar: "Wir haben ja jetzt schon viel erlebt, aber mit einer eigenen Büttenrede sind wir noch nicht begrüßt worden", sagte Prinzessin Yvonne II.

In die Zukunft schauten danach die Feuerfunken mit ihrem Showtanz. Als Wahrsagerinnen sorgten sie dafür, dass das Publikum sie frenetisch feierte und sie nicht ohne Zugabe von der Bühne ließ. Bevor die Feuerwehr-Narren mit ihrer Playbackshow zum Finale auf die Bühne kamen, sorgte Stargast Ina Colada mit Musik, Show und akrobatischen Tanzeinlagen dafür, dass die Stimmung überkochte. Fazit des Abends: kaum benutze Stühle, glückliche Akteure und ein sensationelles Publikum.

Quelle: RP
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