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Uedem
Flüchtlinge im Laurentiushaus-Altbau

Uedem: Flüchtlinge im Laurentiushaus-Altbau
FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Uedem. Nachdem die Senioren ins modernisierte "Johanneshaus" umgezogen sind, konnten die ersten Asylbewerber im Erdgeschoss untergebracht werden. Ausgelegt sind die Räume für bis zu 35 Personen. Von Rita Hansen

Bis Anfang dieses Jahres wohnten noch Senioren im Altbau des in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts als Hospital gegründeten Laurentiushauses. Im Februar zogen die Senioren in die Räumlichkeiten des modernisierten "Johanneshauses", wo sie in zeitgemäßen Wohngemeinschaften leben.

Immer auf der Suche nach Räumlichkeiten, in denen Asylbegehrende dezentral untergebracht werden können, bieten die durch den Umzug der Senioren frei gewordenen Räumlichkeiten der Gemeinde Uedem die Gelegenheit, Flüchtlinge dort unterzubringen.

Große Umbaumaßnahmen waren für die Umnutzung nicht notwendig, so dass im März die ersten Flüchtlinge einziehen konnten. "Es bedurfte keiner nennenswerten Veränderungen, da die Räume bis vor wenigen Tagen noch bewohnt waren", erklärt Benedikt Koenen, Pressesprecher der Gemeinde Uedem. Lediglich einige Einrichtungsgegenstände seien ins Haus gebracht worden, um ein adäquates, freundliches Wohnumfeld zu schaffen. Drei Familien sowie vier Einzelpersonen wohnen derzeit im Laurentiushaus. Ausgelegt sind die Räume im Erdgeschoss für bis zu 35 Personen. Rund 200 Flüchtlinge leben momentan in der Schustergemeinde. Zwar sei der Flüchtlingsstrom derzeit ein wenig abgeebbt, aber die Gemeinde bemühe sich weiterhin, Wohnungen zur dezentralen Unterbringung der Asylanten zu finden. "Eine dezentrale Unterbringung bewirkt, dass die Asylbegehrenden besser integriert werden und sich schneller in das Gemeindeleben einfinden können", erläutert Bürgermeister Rainer Weber. Das Wohnen in einer Wohnung sei zudem angenehmer für die oft Traumatisierten als eine zentrale Unterbringungseinrichtung. So lange man Wohnungen anmieten könne, werde man diese Lösung praktizieren. "Die Gemeinde Uedem benötigt dringend weitere anzumietende Wohnungen", appelliert Bürgermeister Weber. Zurzeit arbeitet die Gemeindeverwaltung allerdings auch an der Planung zur Errichtung einer zentralen Flüchtlingsunterkunft, da ab April wieder mit höheren Zuweisungen zu rechnen ist.

Um die Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen sowie ehrenamtlichen Helfern besser abstimmen zu können, übergab die Gemeinde Uedem diese Aufgabe der Sozialpädagogischen Familienberatung. Flüchtlings-Koordinatorin Andrea Klein steht als Ansprechpartnerin für alle, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, zur Verfügung (Telefonnummer: 02825 9384108).

Quelle: RP
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