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Goch
Franz Engelen gibt Staffelstab weiter

Goch. Er war lange Jahre das Gesicht der Gocher Museumsfreunde: Franz Engelen. Jetzt zieht sich der Drucker und Verleger zurück.

Nach über 20 Jahren an der Spitze nimmt der Mann aus den Gründungstagen als Vorsitzender des Vereins den Hut, übergibt den Staffelstab für den Vorsitz des Vereins, der sich um das Feld der Förderer und Mäzene des Gocher Museums kümmert. Engelen wird Freund des kleinen Museums mit dem guten Programm in der Weberstadt bleiben. Auch wird er dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite stehen.

In der Mitgliederversammlung des Fördervereins "Museum&Freunde" fand der gut vorbereitete Stabwechsel im Vorstand des Gocher Fördervereins statt. Engelen übergibt einen gut geführten Verein, der eine stattliche Mitgliederzahl aufweisen kann: "In den 20 Jahren wuchs der Verein auf über 320 Mitglieder und der MuseumsClub für Kinder zählt bereits schnell nach seiner Gründung über 100 Mitglieder. Viele wichtige und nachhaltige Projekte stieß Franz Engelen in diesen Jahren an. Für die Kultur in Goch bedeutsam war 2009 die Gründung der Kunststiftung Goch, der er weiterhin als Vorsitzender vorsteht", sagt Museumsleiter Dr. Stephan Mann und blickt auf seine Zeit mit Franz Engelen zurück.

Neue Vorsitzende des Fördervereins Museum&Freunde ist Natalie Guntlisbergen. Ihr zur Seite steht Georg Schotten, der Regina Emmerich als 2. Vorsitzende ablöst. Die weiteren Mitglieder des Vorstandes wurden bestätigt: Gisela Poell (Schatzmeisterin), Theo Becker (Schriftführer) sowie Birgit Beykirch und Regina Emmerich. Stephan Mann ist als Direktor des Museums geborenes Mitglied im Vorstand.

Der Verein wurde zeitnah zur Eröffnung des neuen Museums im Kastell 1990 gegründet und unterstützt das Museum in seinen Aufgaben. Da das Museum schon lange nicht mehr über einen eigenen Ankaufsetat verfügt, kommt dem Freundeskreis eine immer größere Bedeutung zu. Mit dem jetzt einstimmig berufenen Vorstand sei ein Generationswechsel vollzogen worden, mit dem diese Bedeutung nachhaltig unterstrichen werde, sagt Mann. Denn das Sammeln, also hier das Ankaufen von Kunst, gehört zu den Grundaufgaben eines Museums.

"Auch 2015 konnte allein durch den Verein eine bedeutende Skulptur von Alfonso Hüppi für die Sammlung des Museums erworben werden. Zahlreiche weitere Kunstwerke wurden auf der Versammlung vorgestellt", sagt Mann. Applaus für die Arbeit des scheidenden Vorsitzenden von den Mitgliedern des Fördervereins. Ausführlich wurde auch eine großzügige Schenkung der Graphikerin Brigitte Gmareich-Jünemann aus Kranenburg präsentiert, die über 50 Papierarbeiten dem Förderverein übergab.

(mgr)
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