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Goch
Gemeindehaus - Baubeginn 2019 "ein Traum"

Goch: Gemeindehaus - Baubeginn 2019 "ein Traum"
Projektentwicklerin Jutta Stratmann (links) begleitet das Vorhaben der evangelischen Kirchengemeinde. FOTO: EVERS
Goch. Wie das Begegnungszentrum der evangelischen Gemeinde gestaltet wird, wurde im Bürgerforum diskutiert. Von Antje Thimm

Das Evangelische Gemeindehaus in Goch ist Versammlungsort für zahlreiche Gruppen, Vereine und Initiativen. Auch das neue Gemeindehaus, das die Kirchengemeinde derzeit an selber Stelle plant, soll im Interesse möglichst vieler Bürger organisiert werden. Um die Pläne für den Neubau und dessen künftige Nutzung weiterzuentwickeln, lud die Kirchengemeinde zum Bürgerforum ein.

Gut 40 Gäste waren zur öffentlichen Versammlung gekommen, darunter Bürgermeister Ulrich Knickrehm sowie Vereins- und Gruppenvertreter. Pfarrerin Rahel Schaller betonte in ihrer Begrüßungsrede, dass der Neubau ganz im Sinne des alten Gemeindezentrums "ein Begegnungszentrum für alle Gocher Bürgerinnen und Bürger, nicht nur für Gemeindemitglieder" sein solle.

Jutta Stratmann, Beraterin für Sozialplanung und Bürgerengagement, begleitet das Projekt. Zusammen mit der Kirchengemeinde, der Stadt Goch und den Bürgern wird sie die Baupläne, die im September vorgestellt wurden, weiter mit Leben füllen und die künftige Organisation in einem Konzept festhalten. "Die Kirchengemeinde ist schon sehr aktiv gewesen. Und auch viele Gocher haben feste Vorstellungen hinsichtlich des neuen Gemeindezentrums, das habe ich gleich bei meiner Ankunft festgestellt", sagte die Dortmunder Projektentwicklerin.

Und so musste sie die Gocher auch nicht groß zur Mitarbeit animieren: Auf mehreren Tafeln hielten die Gäste Ideen, Anregungen und Wünsche fest. Der Stundenplan, in dem Vereine und Gruppen ihre Wunschtermine für die Nutzung der geplanten Räume eintragen konnten, füllte sich vom Bibelkreis über Selbsthilfegruppen bis hin zum Weltladen "GoFair" schnell. Interessante Ideen fanden sich zum Namen des neuen Gemeindehauses: "Geusen-Haus" und "Miteinander-Haus" standen auf der Tafel, "Von Menschen für Menschen" wurde als Zusatz vorgeschlagen. Auch wurde der Wunsch geäußert, die Verbindung zum evangelischen Glauben müsse erkennbar bleiben. Diskutiert wurde auch über die Frage, wo die Jugendgruppe nach der Einweihung des Neubaus Platz finden würde. Aktuell trifft sie sich im Keller des Gemeindehauses, der Neubau sieht jedoch einen Raum im Dachgeschoss vor. "Wer sagt denn, dass die nicht lieber im Keller bleiben wollen?", fragte ein Gast. Auch hinsichtlich neuer Angebote gab es Anregungen: Niederschwellige Angebote für Alleinstehende wurden gewünscht, und ein Begegnungscafé an Markttagen ebenso wie ein Entspannungstag vorgeschlagen. Für Jutta Stratmann, Pfarrerin Rahel Schaller und die weiteren Projektverantwortlichen gab es jedenfalls einiges an Input zu notieren. Und als erstes "Sammeltreffen" war es ja auch gedacht, das erste Bürgerforum zum neuen evangelischen Gemeindehaus.

2018 will sich die Kirchengemeinde um eine finanzielle Förderung für das Projekt bewerben, sagte Rahel Schaller. "Wenn die Entscheidung positiv ausfällt, könnte man im Sommer oder Spätsommer mit der Feinplanung und hoffentlich 2019 mit dem Bau beginnen. Das wäre ein Traum", so die Pfarrerin. Wenn die Finanzierung gesichert und die Organisation abgeschlossen ist, soll das alte Gemeindehaus abgerissen werden.

Quelle: RP
 
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