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Goch
Gewappnet gegen die Flut

Goch: Gewappnet gegen die Flut
FOTO: Stade Klaus-Dieter
Goch. Im Uedemer Rat waren die Folgen des sommerlichen Starkregens Thema. Ein Gutachten soll zeigen, wie das Wasser fließt.

Die heftigen Unwetter des Frühsommers wirken weiter: In der Uedemer Ratssitzung ging es jetzt unter anderem um diese "Starkregenereignisse" und die Frage, was getan werden kann, um ähnliche Schäden in der Zukunft möglichst zu vermeiden. Zahlreiche Keller, Gärten und Felder im Gemeindebereich waren durch die beiden sintflutartigen Regenfälle überflutet worden. In einigen Fällen mussten erhebliche finanzielle Verluste gestemmt werden.

Die Gemeinde hat für 10.000 Euro ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zeigen sollte, "wie das Wasser fließt und mit welchen Höhen wir es zu tun haben", erklärte Bürgermeister Rainer Weber. Geplant sind weitere Gräben zur Ableitung von Oberflächenwasser insbesondere im Ortsteil Uedemerbruch. Im Bereich der Molkereistraße soll die Entwässerung überprüft werden.

Bereits Ende Juli hatte die Uedemer CDU-Fraktion den Antrag gestellt, eine Schadenpotentialanalyse durch ein Ingenieurbüro erstellen zu lassen. Dies habe sich nun, da die Gemeinde von sich aus tätig geworden sei, erledigt. Allerdings mahnte Fraktionschef Michael Lehmann: "Wir als Verantwortliche in Rat und Verwaltung müssen uns dringend um das Problem kümmern. Die Bürger erwarten, dass wir uns für sie einsetzen."

Zur Erinnerung: Am Abend des 1. Juni und in der Nacht auf den 24. Juni fiel punktuell so viel Regen, dass die Einrichtungen zur Ableitung von Niederschlagswasser völlig überfordert waren. In Uedemerbruch und im Uedemer Süden, im Gewerbegebiet und Richtung Molkereistraße, reichte die Kapazität der Kanalisation nicht aus. Zahlreiche Keller musste die Feuerwehr auspumpen.

Im Gemeindegebiet gibt es eine Reihe außerordentlich betroffener Gebiete "hauptsächlich an Hanglagen". Entlang des Hochwaldes oder der Marienbaumer Straße sowie am Uedemerfelder Weg waren die Schäden erheblich. Auch unterhalb des Paulsbergs , An der Ley und in Persel war die Situation kritisch. Am schlimmsten sah die Situation aber in Uedemerbruch aus, weswegen die Verwaltung den Landesbetrieb Straßen dazu bewegte, den Straßenentwässerungsgraben entlang der L 77 vom Hochwald bis zum Graben der Kervenheimer Mühlenfleuth zu mähen und auszubaggern. Die Kreis Klever Bauverwaltungsgesellschaft legte in dem Bereich zudem eine Rückhaltung an. "Dadurch gehen wir davon aus, dass der Kreuzungsbereich der K 4 Richtung Sonsbeck und der L 77 am Hochwald künftig nicht mehr überschwemmt wird", sagte Weber. Zur Entlastung der Pumpstation an der Holländischen Straße soll eine mobile Drehkolbenpumpe angeschafft werden.

Neben den Ingenieurkosten in Höhe von 10. 000 Euro fallen nicht konkretisierte Mehrauszahlungen im Bereich der Abwasserbeseitigung an.

Quelle: RP
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