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Goch
Gocher Friedensplatz erhält Gütesiegel

Goch: Gocher Friedensplatz erhält Gütesiegel
FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Goch. Der Stellplatz für Reisemobile gehört laut IRMA, einer Gesellschaft für Regionalmarketing, zu den 100 besten in Deutschland. 15.000 Fahrzeuge steuern ihn jährlich an, punkten konnte die Fläche vor allem mit "ereignisnaher Lage". Von Anja Settnik

Nicht erst, seit in den vergangenen Tagen ein Hauch von Frühling am Niederrhein vorbeischaute, ist der Reisemobilstellplatz in Goch wieder eine gefragte Adresse - das ist er praktisch das ganze Jahr über. Auch mitten im Winter stellen unverdrossene Reisemobilisten ihre Fahrzeuge am Friedensplatz ab, um sich ein gemütliches Wochenende zu machen. Kurz vor Ostern gibt es für alle, die den Platz schon jetzt nutzen und künftig noch kommen werden, eine schöne Überraschung: Die Grünfläche an der Niers hat im Jahr des 20-jährigen Bestehens die Auszeichnung "Top-Platz" bekommen, die gestern offiziell überreicht wurde. Der Gocher Platz zählt damit zu 100 vornehmlich deutschen Örtlichkeiten, die sich so nennen dürfen.

"15.000 Reisemobile steuern jährlich den Gocher Friedensplatz an. Im Schnitt kommen pro Fahrzeug zwei Leute, von denen jeder täglich etwa 40 Euro ausgibt, hat eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums errechnet", berichtete Stadtsprecher Torsten Matenaers. Grund genug für Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel, das Projekt zu unterstützen, denn es bringe der heimischen Wirtschaft pro Jahr etwa 1,2 Millionen Euro. "Die Gäste kaufen in Goch ein, gehen Essen, tanken", zählte Wenzel auf. Was wiederum gut für die Gewerbesteuer und die Unternehmen sei, die dank der Zusatzeinnahmen zum Beispiel Ausbildungsplätze schafften.

Freundliche Worte für die Aktiven des Reisemobilclubs (RMC) fand auch Bürgermeister Ulrich Knickrehm. "Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement sähe es hier anders aus", lobte er. Praktisch von der ersten Stunde an habe der RMC den Reisemobilplatz und seine Gäste betreut. "Ich kann Ihnen auch ankündigen, dass wir noch in diesem Jahr die drei Stromsäulen, die noch nicht modernisiert sind, ersetzen werden. Dafür bringt die Stadt 12.000 Euro auf." Das hörten Aloys Elbers als Vereinsvorsitzender und Horst Paufler als sein Stellvertreter gerne.

"Top-Platz" bedeutet aber weit mehr als die Möglichkeit, für 50 Cent eine Kilowattstunde Strom zu "tanken": "Für uns ist vor allem eine ,ereignisnahe Lage' wichtig", erklärte Jürgen Dieckert von der Fachleute-Vereinigung. Reisemobilplätze sollten dort liegen, wo das touristische Leben stattfindet: nahe an der Innenstadt, an Radwegen, wo vorhanden, am Fluss. Anderer Verkehr sollte nicht stören. Alles das ist in Goch gegeben, dazu beste Infrastruktur und der rührige Verein, der die Besucher umsorgt und zusammen mit der Stadt für ein reiches Veranstaltungsprogramm sorgt. In diesem Jahr sind unter anderem das traditionelle Treffen zu Pfingsten, ein Camping-Trödelmarkt Ende April, natürlich die Reisemobilwallfahrt und später das Reibekuchenfest zum Flachsmarkt geplant.

Überall in Deutschland und den Nachbarländern ausliegende Broschüren werden den "Top-Platz", der bis zu 200 Fahrzeuge aufnehmen kann, bewerben. Gochs neuer Bürgermeister will die Chancen, die der Tourismus bietet, nutzen und zum Beispiel durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit (auch mittels Euregio-Projekten) ausbauen. Radfahren, Wassertourismus und Wandern sollen künftig eine noch größere Rolle spielen.

Quelle: RP
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