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Goch-Gaesdonck
Gocher Pfarrfusion offiziell vollzogen

Goch-Gaesdonck: Gocher Pfarrfusion offiziell vollzogen
Pfarrer Heinz-Norbert Hürter (links) und Weihbischof Wilfried Theising in der Gaesdoncker Klosterkirche. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch-Gaesdonck. Weihbischof Wilfried Theising verlas in der voll besetzten Gaesdoncker Klosterkirche die Gründungsurkunde für "St. Martinus GocherLand". Ein großer Kinderchor gestaltete Gottesdienst mit. Von Werner Stalder

Die Fahnenabordnungen wollten nicht enden, als die Messdiener, Diakone und Priester zusammen mit dem Regionalbischof des Niederrheins, Wilfried Theising aus Xanten, in die überfüllte Gaesdoncker Klosterkirche einzogen. Mit einer Festmesse wurde die Gemeindefusion der sechs Pfarren in Asperden, Hassum, Hommersum, Hülm, Kessel und Pfalzdorf zur neuen Pfarrgemeinde "St. Martinus Gocher Land" vollzogen.

"Heilige" begrüßten die ankommenden Gottesdienstteilnehmer und schenkten ihnen eine Tüte mit "Kirchennudeln". In historischen Gewändern sah man Petrus mit dem Schlüssel, Willibrord als Bischof, Stephanus mit einem Stein, Maria im blauem Kleid, Vinzentius mit seinen Attributen und Martinus als Soldat.

Der leitende Pfarrer, Heinz-Norbert Hürter, begrüßte vor allem den Weihbischof, "der als ehemaliger Pfarrer gut mit kritischen Stimmen fühlen kann." Dieser sprach dann von einem einschneidenden Tag, mit Abschied und Neuanfang. Er verlas die Gründungsurkunde, die Urkunde über die Installierung des Verwaltungsrates und die Ernennungsurkunde für Pfarrer Hürter. Da gab es Beifall.

Die Pfarrkirche der neuen Gemeinde ist St. Martinus, Pfalzdorf. Die übrigen Kirchen behalten ihren derzeitigen Namen. Der heilige Martin sei ein großartiges Vorbild für ein Leben aus dem Glauben, sagte Weihbischof Theising in seiner Predigt. "Sein Name ist Programm." Der Bischof wünschte der Gemeinde einen wachen Blick für die Mitmenschen. Bischof Theising kam gerade aus Rom und berichtete anschaulich über die Begegnung mit Papst Franziskus. Der Weihbischof stellte Anastasia aus dem Kinderchor vor sich und zog sie gleichsam zum Altar: "Das ist ein praktisches Beispiel des Papstes, wir sollen die Menschen in die Kirche zu Jesus Christus ziehen." Auch da gab es Beifall.

Bei der Gabenbereitung trugen Pfarrmitglieder die Fürbitten vor, ganz im Sinne von St. Martin in seinen verschiedenen Lebensphasen, beispielsweise mit einer Laterne und einer Gans. "Segne in unseren Tagen besonders die vielen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe", lautete eine Fürbitte.

Zum Abschluss der Festmesse wurden sechs große Kerzen gesegnet. Vertreter der Kirchenvorstände stellten die Ziele ihres Ortes vor und nahmen stellvertretend eine Kerze in Empfang. Drei weitere Kerzen waren für die Kapelle Landwehr, das Altenheim in Pfalzdorf und für die Gaesdonck bestimmt. Diese Kerze wurde entzündet. Dechant Rolf Lohmann aus Kevelaer wünschte der neuen Gemeinde viel Glaubens- und Lebensfreude. "Das kirchliche Leben vor Ort wird weitergehen."

Großen Anteil an der festlichen Gestaltung des Fusionsgottesdienstes hatte der Kinderchor, der von einer Musikgruppe begleitet wurde. "Begeistert woll'n wir singen in unserm großen Chor, mit Gott wird uns gelingen, was wir uns nehmen vor", hieß es in einem Lied. Vor allem das Gabenlied "Martin, du weist uns den rechten Weg" kam aus dem Herzen der Kinder.

Dann versammelte sich die neue Gemeinde zu Kaffee, Tee und Kuchen im gesamten Kreuzgangsbereich der Gaesdonck. Es wurden nützliche Informationen zur Fusion verteilt, und jede Familie bekam eine Kerze mit dem neuen Logo der Pfarrei St. Martinus Gocher Land.

Von Herzen wünschte Pfarrer Hürter im Namen des Seelsorgeteams "eine Beheimatung im christlichen Tun, Fühlen, Feiern und Glauben."

Quelle: RP
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