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Goch
Gocher Polizei fahndet jetzt auch per Facebook

Goch. Die Kreis Klever Polizei setzt bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit nun auch auf die Sozialen Netzwerke. Seit einer Woche sind die Kanäle bei Facebook und Twitter freigeschaltet, mehr als 2000 Menschen folgen schon dem Facebook-Kanal. "Wir haben gehört, dass das auch im Vergleich mit anderen Behörden ein erfolgreicher Start war", sagte Polizeisprecher Achim Jaspers (52). "Wir wollen mit der Zeit gehen, und es passiert viel in den sozialen Medien." Die Zielgruppe dort sei im Durchschnitt eine deutlich jüngere, als man sie über die herkömmlichen Medien erreiche. Ende August bekommt die Pressestelle Verstärkung durch eine Kollegin, deren Fachgebiet die Sozialen Netzwerke sind. Von Ludwig Krause

Über die Kanäle veröffentlicht die Polizei zum Beispiel Meldungen, bei denen sie sich Hilfe von den Nutzern erhofft. Etwa im Fall eines verschwundenen 90-Jährigen in Geldern. Bei Facebook hat die Polizei den Mann zwar noch unkenntlich gemacht - aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es ihr nicht gestattet, Bilder von vermissten Personen in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Der Beitrag führt aber auf die Internetseite der Polizei, auf der man dann das Bild des Mannes sehen kann. Außerdem informiert die Pressestelle über Facebook und Twitter zu aktuellen Kampagnen und Einsatzlagen, kann so auch Falschinformationen, die in sozialen Netzwerken gerne zum Selbstläufer werden, effektiv begegnen.

Dass die Beamten ausgerechnet am Freitag mit ihren Kanälen an den Start gegangen sind, war kein Zufall. "Wir wollten das pünktlich zum Parookaville-Festival schaffen", sagt Jaspers. Wie sehr sich die Öffentlichkeitsarbeit der Beamten auszahlen kann, lässt sich an den Kollegen der Duisburger Hundertschaft sehen: Die stahlen bei Parookaville mit einer kleinen Choreographie sogar Martin Solveig die Show - allein das Video, das man auf der Facebookseite RP Kleve anschauen kann, wurde mehr als 450.000 Mal angesehen. www.facebook.com/polizei.nrw.kle

Quelle: RP
 
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