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Goch/Wiesbaden
Gocher präsentiert Zirkus in Wiesbaden

Goch/Wiesbaden. Heiner Terbuyken hat sich einen Jugendtraum erfüllt. Der Mann, dessen Eltern ein Schuhgeschäft auf der Gocher Frauenstraße führten, ist im Ruhestand nun Geschäftsführer des "Christmas Circus Wiesbaden". Von Katrin Reinders

Der Moment, in dem sich der Vorhang öffnet, ist einfach nur traumhaft für Heiner Terbuyken. Dann steht er in seinem eigenen Zirkuszelt und darf als Direktor die zahlreichen Gäste begrüßen. "Jetzt stehe ich also wirklich hier, in Uniform, das ist unglaublich", sagt er, "ich kann es selbst noch nicht richtig fassen."

Der Gocher und bekennende Vrouwenpoort-Karnevalist hat ein neues Leben begonnen. Eines, das im beruflichen Ruhestand mit viel Leidenschaft und noch mehr Liebe zum Detail den "Christmas Circus Wiesbaden" hervorgebracht hat. Ein Zirkusleben, das ihm seinen Jugendtraum erfüllt.

Heiner Terbuyken, der nach einer Karriere in der Schuhbranche und einigen Jahren in Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und zum Schluss in Bayern nun wieder in der Weberstadt zuhause ist, hat seine Idee leidenschaftlich verfolgt und nun Realität werden lassen: Er gründete gemeinsam mit einem Partner den "Christmas Circus Wiesbaden", der vom 9. Dezember bis 1. Januar auf dem Festplatz in Wiesbaden gastiert. Damit hat der Herzblut-Zirkusliebhaber wohl allen imponiert, am meisten sich selbst. "Viele Träume bleiben Seifenblasen", sagt er, "doch dieser Zirkus macht das wahr, wovon ich immer geschwärmt habe."

Mit viel Liebe zum Detail und echtem Kennerblick hat er das Vorzeigeprojekt auf die Beine gestellt: 894 Plätze bietet das Achtmaster-Winterthermozelt, unter anderem mit dem Angebot dort Weihnachtsfeiern und anderen gastronomische Highlights auszurichten. Dort wird Heiner Terbuyken, dessen Eltern auf der Frauenstraße in Goch ein Schuhgeschäft unter dem Familiennamen führten, die Gäste in den kommenden Wochen als Zirkusdirektor begrüßen. Damit setzt der "Christmas Circus Wiesbaden" seinem bewegten Leben die Krone der Begeisterung auf.

Wie es dazu kam? Durch die emotionale Verbindung zum Zirkus, einer passenden geschäftlichen Begegnung und mit tollen Ideen. "Europaweit habe ich Schuhe verkauft - da kann man nicht plötzlich einfach in den Ruhestand wechseln", sagt Heiner Terbuyken lächelnd. Nachdem der Gocher seine Ausbildung in der Schuhbranche in Darmstadt absolviert hatte, begann er eine Karriere in führenden Positionen als Geschäftsführer namhafter Markenschuhunternehmen, unter anderem im Hause Rieker oder bei Gabor (camel active) - und verlor dabei niemals seinen großen Traum aus den Augen.

Zu seinem 60. Geburtstag durfte er beim "Circus Roncalli" in die Rolle des Requisiteurs schlüpfen und hatte dabei unglaublich viel Freude, "das hat richtig Spaß gemacht", erinnert er sich gerne daran zurück. Beim Kartenabreißen ist er den Menschen kommunikativ und mit Witz begegnet - eine für den Zirkusliebhaber wundervolle Aufgabe. Atmosphäre, Show und "Artisten von Weltklasse" faszinieren die beiden Initiatoren, Heiner Terbuyken und Sven Rindfleisch, sowie ihre Gäste. Das Motto lautet: "Einzigartig-nostalgische Momente in schönster Zirkustradition erleben". Und genau das ist, was das Herz des Gochers höher schlagen lässt. "Zirkus ist meine große Leidenschaft", sagt Heiner Terbuyken, dessen Traumberuf natürlich der des Zirkusdirektors ist, "und das kann ich mit unserem eigenen Weihnachtszirkus jetzt genießen."

Insgesamt 42 Vorstellungen mit jeweils 17 Programmpunkten füllen den Kalender von Anfang Dezember bis Neujahr. "Ich freue mich besonders, dass viele Gocher ihr Kommen angekündigt haben", so Terbuyken. Im Programm zu sehen sein werden unter anderem edle Rösser, Seelöwen und Weltklasse-Künstler wie beispielsweise Equivokee (Clowns aus der Ukraine) oder die Luftakrobaten monalaura aus Deutschland.

Quelle: RP
 
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