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Goch
Gochs hagebau wird der größte im Kreis

Goch: Gochs hagebau wird der größte im Kreis
Niederlassungsleiter Georg Hüsmann (rechts) und Chef Rudolf Swertz auf dem Dach der neuen Halle, von der aus man das Gelände bis Edeka und Poco überblicken kann. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Nach dem Kauf von weiteren 10 000 Quadratmetern Land erstreckt sich der Gocher Baumarkt künftig über mehr als 18.000 Quadratmeter Fläche. Am 17. März ist Neueröffnung mit erweitertem Sortiment und überdachtem "Drive-In". Von Anja Settnik

Das Betriebsgelände des Gocher hagebau-Markts erstreckt sich künftig bis zum Edeka-Center im Gewerbegebiet Am Sandthof. Rudolf Swertz, der Inhaber von vier niederrheinischen Baumärkten und vier Baustoffhandlungen hat 10. 000 Quadratmeter Fläche dazu gekauft. Wenn der komplett überarbeitete hagebau-Markt am 17. März neu eröffnet wird, werden sich die Kunden auf mehr als 18.000 Quadratmetern umsehen können. Knapp 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen hinzu. Zum Vergleich: Als "hagebau" 1981 in Goch öffnete, hatte der Laden gerade mal 800 Quadratmeter. "Und das erschien uns schon riesig", erinnert sich lächelnd Rudolf Swertz, der als Jugendlicher von Vater Hans-Peter die Planungen erläutert bekam. Heute ist er selbst der Chef und freut sich über die Entwicklung des Unternehmens.

Die neue Halle bleibt an einer Seite offen und ist mit dem eigenen Wagen befahrbar. Es gibt eine riesige Außenfläche und viele Hochregallager. FOTO: Evers, Gottfried (eve)

Die Heimwerker der Umgebung müssen nicht fürchten, irgendwann in den kommenden Wochen keine Schrauben, Handwaschbecken oder Tapeten mehr zu bekommen: Der Umbau vollzieht sich im laufenden Betrieb. "Bis zur Neueröffnung werden wir jedes Regal angefasst haben", sagt Georg Hüsmann, Niederlassungsleiter und verantwortlich für die Sparte Einzelhandel. Gemeinsam mit Kai Hoffmann und Winfried Marquardt, den stellvertretenden Marktleitern, setzt er in allen Abteilungen ein verändertes Konzept um. Komplett neu ist ein überdachter Drive-In auf 2230 Quadratmetern. Selbermacher können mit ihrem Fahrzeug hindurch fahren und an einer Extra-Kasse bezahlen. Die Produktpalette wird um mehrere Bereiche erweitert; so wird es künftig neben dem Verleih auch eine Werkstatt für Motorgeräte vom Rasenmäher über die Wasserpumpe bis zum Industriestaubsauger geben. Dazu wird ein Meister eingestellt, der sich mit allen Geräten, die Gärtner und Privatleute benutzen, auskennt.

Neu im Angebot ist auch Stahl in Form von Blechen und Rohren, wie sie zum Beispiel Autoschlosser oder Landwirte brauchen. Das Gartencenter wurde energetisch saniert, der "Warmbereich" und die Außenfläche für Baumschulware und Stauden werden deutlich größer. "Auch durch das Entfernen mancher Trennwände haben wir großzügigere Räume für die Ausstellung bekommen. So wird sich künftig der Bereich Gartenmöbel viel besser präsentieren können, Vogelhäuser können das ganze Jahr über gezeigt werden, die Gartenkeramik steht demnächst drinnen und wird nicht mehr grün", erzählt Hüsmann. Eine nette Kleinigkeit: Pflanzschalen können sich die Kunden ab dem Frühjahr dank bereitstehender Erde, Schaufeln und Handschuhen selbst gestalten.

Rudolf Swertz ist stolz darauf, dass auch die "weichen" Abteilungen eine deutliche Auffrischung bekommen. Zum Beispiel wird Anneliese Jansen (66), die ihr Geschäft in Uedem aufgegeben hat, künftig die Gardinenabteilung im hagebau leiten. Sie ist übrigens nicht die einzige, die im Rentenalter berufstätig bleiben will: "Heiner Jansen kümmert sich schon seit 50 Jahren um unsere Baustoffe, und Heinz Engelen zählt auch mit 75 noch zum Team", erzählt Swertz. Nicht zuletzt die Stamm-Mitarbeiter seien für viele Kunden gute Gründe, im hagebau einzukaufen. Von den 88 Beschäftigten (inklusive Kleve, Xanten und Rheinberg 380 Mitarbeiter) sind übrigens 65 fest angestellt.

Mehr Leuchten, Wohnregale, Baddesign und Teppichböden wird es geben, der Bereich "Freizeit" mit Trampolinen, Rutschen und Pools nimmt die Familien in den Blick. Finden kann man im neu sortierten Baumarkt alles über Computerterminals - Mitarbeiter fragen geht aber weiterhin ebenso. Der Gocher Markt wird der größte im Kreis Kleve und der sechstgrößte der hagebau-Gruppe (mit 350 Standorten) sein.

Quelle: RP
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