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Goch/Geldern
Großer Fan-Auflauf für lokale Vereine

Goch/Geldern: Großer Fan-Auflauf für lokale Vereine
Auf der Internetseite www.niersfunding.de ist zu sehen, dass sich bei den Projekten eine Menge tut, wie hier bei den fünf Pilotprojekten. Weitere Vereine können sich noch bewerben. FOTO: Screenshot
Goch/Geldern. Das Niersfunding ist seit Mittwoch am Start. Fünf Gemeinschaften werben auf der Plattform der Volksbank an der Niers um Unterstützer. Das Sauerlandlager Straelen hat bereits 50 Fans aktiviert. Andere Clubs ebenfalls auf gutem Weg. Von Bianca Mokwa

Fans sammeln? "Wir sind darin ganz gut", gibt sich Mario Schaap vom Förderverein Sauerlandlager Straelen bescheiden. Dabei hat sein Verein in nur drei Tagen 50 Fans gesammelt, die das Projekt, eine neue Hüpfburg für das Sauerlandlager anzuschaffen, toll finden. "Fan-Generierungsphase" nennt sich das in der Fachsprache beim Niersfunding. Die Volksbank an der Niers bietet Vereinen im Internet eine Plattform, auf der sie ihr Projekt vorstellen können, um erst Fans zu sammeln. Und dann Geld. Für jede Spende ab fünf Euro gibt es von der Volksbank an der Niers zehn Euro obendrauf (die RP berichtete).

Seit Mittwoch sind fünf Vereine am Start, die sich alle einen lang gehegten Wunsch erfüllen möchten und auf die Hilfe vieler setzen. Bei der Fan-Generierungsphase zeigt sich, ob sie den Nerv der potenziellen Spender getroffen haben. "Man sollte sich ein gutes Produkt aussuchen, das finanziell realisierbar ist, eine Sache, die die Leute wirklich gut finden", gibt Schaap Vereinen, die beim Niersfunding mitmachen möchten, einen Tipp. Um möglichst viele Fans zu erreichen, hat er die Niersfundingaktion einmal auf Facebook gestellt. Der Rest lief über Mund-zu-Mund-Propaganda. "Bei 100 Betreuern war das ein Selbstläufer", sagt Schaap. "Ich kann mich auf das Team im Hintergrund verlassen."

Auf der Internetseite www.niersfunding.de ist zu sehen, dass sich bei den Projekten eine Menge tut, wie hier bei den fünf Pilotprojekten. Weitere Vereine können sich noch bewerben. FOTO: Screenshot

Bernd Wienhofen vom SC Auwel-Holt ist der Überzeugung: "Wenn man Leute direkt anspricht, geht das zügig." Auch wenn er das gesteckte Ziel, vor dem Sauerlandlager die 50 Fans zu erreichen, nicht geschafft hat, ist er sehr zufrieden mit dem Engagement der Blau-Weißen. "Wir hätten angesichts der Herbstferien nicht gedacht, dass es so schnellt geht", sagt Wienhofen angesichts der schnell steigenden Fanzahlen auf der Niersfunding-Seite. Der SC Auwel-Holt bittet um finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer neuen Mähmaschine für "Posser". Der heißt eigentlich Bernd Wilders. "Der steht nicht im Mittelpunkt, aber den kennt jeder", verrät Wienhofen. Und wen man kennt, dem hilft man auch gerne. Ähnlich sieht es Petra Tißen, die ordentlich die Werbetrommel für den Reit- und Fahrverein Rheurdt rührt. Der Verein wünscht sich eine Beregnungsanlage, denn das bisherige Bewässern mit dicken Schläuchen ist ein echter Kraftakt. Außerdem verspricht sich Tißen eine nachhaltige Außenwirkung. "Wenn wir gute Platzmöglichkeiten haben, werden wir bei Turnieren auch gut besucht." Um alle über die Aktion Niersfunding für eine Beregnungsanlage zu informieren, hat Tißen ein Schreiben aufgesetzt. Sie möchte viele für das Anliegen begeistern. "Der Informationsfluss muss gegeben sein, und es ist wichtig, viele Leute mit ins Boot zu holen", lautet ihr Tipp zur Fan-Generierung.

Daniel Heinrichs vom Kevelaerer SV möchte mit der Aktion nicht nur Leute aus dem Verein ansprechen. Denn der gewünschte Fitness-Parcours soll auch vielen Menschen außerhalb des KSV zugute kommen. Bei der Verbreitung des Wunsches setzt er auf moderne Medien. "Ich glaube, dass Facebook heutzutage die beste Plattform ist, um Fans zu bekommen, gerade die Facebook-Seite des Vereins. Die schönste Sache ist, wenn die Leute unser Anliegen teilen." Um moderne Medien dreht sich auch der Wunsch des fünften im Bunde der Niersfunding-Starter. Die Kesseler Jugend möchte mittels vieler Spender einen WLAN-Hot-Spot haben. "Damit die Jugend ihre üblichen Kommunikationswege nutzen und auch mal eine der beliebten You-Tube-Partys feiern kann", erklärt Michael Hühnlein das Anliegen. Er denkt, dass sie die 50 zu erreichenden Fans in dem festgesetzten Zeitraum von zwei Wochen noch erreichen werden.

Sabine Ehinger von der Volksbank an der Niers begleitet das Projekt. Wer noch Fragen hat und als Verein mitmachen möchte, kann eine der Informationsveranstaltungen besuchen (siehe Box). "Region fördern, Vereine stärken", fasst sie zusammen, wie die Bank Vereinen durch Niersfunding hilft.

Trotz erreichter 50 Fans: Entspannt zurücklehnen können sich die Freunde und Förderer des Sauerlandlagers noch nicht. Denn als nächstes geht es darum, Spenden zu sammeln - kleine und große. "Ich hoffe, dass die Finanzierungsphase auch so gut läuft wie die Fan-Generierungsphase", sagt Ehinger.

Dann drückt sie die Daumen.

Quelle: RP
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