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Goch
Grünes Licht für neuen Edeka-Entwurf

Goch: Grünes Licht für neuen Edeka-Entwurf
Für diese Gestaltung sprach sich der Ausschuss aus. Der Entwurf war auch der Wunsch von Brüggemeier. FOTO: Brüggemeier
Goch. Im Ausschuss stellte die Firma Brüggemeier die überarbeiteten Gestaltungspläne für den neuen Markt am Antwerpener Platz vor. Die Kevelaerer Politiker votierten mit großer Mehrheit für die "Cube"-Version. 2018 soll Eröffnung sein. Von Sebastian Latzel

Die grundsätzliche Tendenz war schon bei der ersten Vorstellung des Projekts in der Ausschuss-Sitzung im März deutlich geworden: Die große Mehrheit der Politiker begrüßt, dass sich Edeka-Brüggemeier am Antwerpener Platz ansiedeln will. Kritikpunkt nach der Präsentation war die Gestaltung des Gebäudes gewesen.

Daraufhin haben sich die Verantwortlichen noch einmal eingehend mit diesem Punkt beschäftigt. Gestaltungssatzung und Ideen des runden Tischs flossen in die Überlegungen ein. Zudem sah man sich noch einmal in Kevelaer um, um zu sehen, was es da an Gestaltungselementen und Architektur gibt. Daraus waren drei Vorschläge entwickelt worden, die jetzt dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vorgestellt wurden: Die Alternativen "Raster" mit sehr strengen Formen, die "Rundbögen" mit gestalteter Fassade in Rundbogenform sowie der "Cube" mit Fassadenelementen in stehenden Rechteckformaten, die dem Gebäude den Anschein eines Würfels ("Cube") geben.

Denis Brüggemeier sagte in der Sitzung auch klipp und klar, dass der "Cube" die Wunschvariante des Unternehmens sei.

Horst Blumenkemper (SPD) und Paul Schaffers (CDU) erläuterten, dass sie mit der "Cube"-Variante leben könnten. So sah es auch Heinz-Peter Angenendt (Grüne), der darauf hinwies, dass ja alles noch nicht in Stein gemeißelt sei. Heinz-Josef van Aaken (KBV) merkte an, dass die Gestaltung weit weg von dem sei, was die Politik ursprünglich am Antwerpener Platz haben wollte. "Es bleibt nun einmal ein funktionales Gebäude", sagte er. Man wolle aber, dass das Projekt vorangehe, und im Interesse der Realisierung könne sich auch die KBV dieser Variante anschließen.

Eine klare Ablehnung gab es dagegen von der FDP. "Ich sehe keinen großen Unterschied zum ersten Entwurf. Ich hätte mir einen Architektenwettbewerb für das Projekt gewünscht", sagte Wilhelm Gerats. Das Einzelhandelsgutachten sage zudem ganz andere Dinge für den Bereich aus.

Kritik, die Paul Schaffers zurückwies. "Das Projekt war mit Kaufland tot, wir sollten froh sein, dass wir jetzt einen Kevelaerer Unternehmer gefunden haben, der bereit ist, dafür Geld in die Hand zu nehmen." Dieser Ansicht schloss sich die Mehrheit im Ausschuss an, nur die FDP stimmte dagegen.

"Jetzt können wir unsere Planungen intensivieren", sagt Denis Brüggemeier. Man wolle mit der Konzeption zügig voranschreiten, um zeitnah mit dem Bau beginnen zu können. "Ein genaues Datum lässt sich zu diesem frühen Zeitpunkt aber noch nicht nennen. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass wir den Markt gerne noch im Jahr 2018 eröffnen würden", so der Unternehmer.

Wie berichtet, gibt es schon lange Planungen für den Antwerpener Platz. Ursprünglich wollte sich dort Kaufland ansiedeln. Daraus wurde nichts. Im Unterschied zu den alten Plänen mit Kaufland soll jetzt auch das angrenzende Gelände von Möbel Holtappels in das Konzept einbezogen werden. Dort soll der Edeka-Markt entstehen, der Antwerpener Platz selbst soll auch später Parkfläche bleiben. 140 Stellplätze sind geplant. Statt eines dreigeschossigen Gebäudes auf dem Antwerpener Platz soll jetzt ein eingeschossiges Objekt daneben entstehen. Der Markt soll eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern haben. Im Eingang soll es einen Shopbereich geben. Der Eingang ist Richtung Innenstadt orientiert, um so auch eine gegenseitige Beziehung herzustellen.

Quelle: RP
 
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