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Goch
Gustav Kade hält Vortrag in der St.-Vincentius-Kirche

Goch: Gustav Kade hält Vortrag in der St.-Vincentius-Kirche
Gustav Kade (rechts) hielt den Vortrag in der Vincentius-Kirche. FOTO: URBAN
Goch. Auf Einladung des Fördervereins Graefenthal referierte der Gocher über die Kirchenkunstwerke des Klosters.

Michael Urban, 2. Vorsitzender des Graefenthaler Fördervereins, begrüßte interessierte Gäste in der St.-Vincentius-Kirche in Asperden. "Wir haben bei zahlreichen Vorträgen viel über die Macht und Pracht dieses so besonderen Zisterzienserinnenklosters Graefenthal erfahren", so Urban, "einige besonders schöne Kirchenkunstwerke konnten wir bei einem ähnlichen Vortrag in der St.-Martinus-Kirche in Pfalzdorf vorstellen. Heute schauen wir uns St. Vincentius an, eine Kirche, die auch deutliche Spuren von Graefenthal aufweist."

Gustav Kade, ausgebildeter Kirchenführer, hatte seinen Lichtbildvortrag auch deshalb auf diese Besonderheit ausgerichtet. Überraschend für die Gäste war, dass der Vortrag von einem Musikstück eingeleitet wurde, das die Stimmung in hervorragender Weise unterstrich. Der Referent wusste zu berichten, dass Bürger der Gemeinde Asperden, wahrscheinlich zusammen mit ihrem Seelsorger, nach Italien gereist waren und sich dort von dem außergewöhnlichen Baustil der "Rundkirchen" haben gefangen nehmen lassen. So musste Asperdens neue Kirche auch eine Rundkirche sein. Leicht belächelt in der Nachbarschaft, ob des "modernen Geschmacks" musste man sich nachsagen lassen, dass wohl nur "reiche Bauern sich so was leisten können". Kade informierte weiter und bediente sich hierbei Archivmaterials und Presseartikeln. Sein aber wohl wertvollster Schatz an Informationen waren die Zeitzeugen, die nicht niedergeschriebene Geschichten um den Kirchenbau und das Gemeindeleben beitragen konnten. So war es sehr erfreulich, dass Gustav Flören, weit über 90 Jahre, auch dem Vortrag beiwohnte und gelegentlich anschauliche Ergänzungen gab.

Pastor Leuken, der mehr als 30 Jahre die Gemeinde betreute, hatte sich beim 2. Vorsitzenden und beim Vortragenden entschuldigt, weil er "mit seinem Bischof zusammen 1000 Jahre Zyfflich feiern musste". Er hatte dann aber doch noch einige private Fotos beigesteuert und damit den Vortrag bereichert.

Ein Brand im Pastorat hatte viele Zeugnisse über St. Vincentius zerstört. Die Fotos von Pastor Leuken sind jetzt die einzig übrig gebliebenen Darstellungen.

Wie versprochen hatte Gustav Kade unzählige Informationen aufbereitet und fesselte damit die interessierten und neugierigen Zuhörer. Das schönste Ausstellungstück der St. Vincentius Kirche, das Graefenthaler Kreuzigungsrelief, konnte leider nicht präsentiert werden. Es wird derzeit in der Zisterzienserausstellung des Landschaftsverbandes in Bonn gezeigt. Eigentlich schade, aber "wir Graefenthaler sind stolz, dass bei annähernd 1000 Zisterzienserklöstern in Europa das Kloster Graefenthal fünf Exponate für diese so wundervolle Ausstellung stellt", erklärte Urban. Gustav Kade erläuterte dann die Besonderheiten dieses Epitaphs anhand von Fotos. "Eine sehr gelungene Außenveranstaltung", resümierte Urban und bedankte sich mit einem Weinpräsent beim Vortragenden. Die Gäste bedankten sich mit Applaus.

Quelle: RP
 
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