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Goch
Hilla Heien und Freunde helfen Flüchtlingen

Goch. Im Gocher Kastell soll es am Samstag, 10. Oktober, ein viereinhalbstündiges Programm geben. Von Anja Settnik

/ KLEVE Was die Flüchtlinge, die derzeit in so unerwartet großer Anzahl zu uns kommen, wirklich brauchen, ist nicht unbedingt das, was sich Laien so vorstellen. Haufenweise Kleidung zum Beispiel, die so gerne abgegeben wird. "Dafür haben die Menschen in ihren Unterkünften überhaupt keinen Platz", sagt Hilde Fielenbach-Hensel, die seit Jahrzehnten in der Gocher Flüchtlings-Betreuung engagiert ist. Wichtiger sei Geld, mit dem zum Beispiel Sprachkurse oder Bücher bezahlt werden könnten, ein Kinderwagen oder auch mal ein Möbelstück. Die Kalkarer Karnevalsgröße Hilla Heien hat sich deshalb etwas ausgedacht.

Angesichts der bedrückenden Bilder rund um das Thema Flüchtlinge hat die Frau aus Kehrum irgendwann beschlossen: "Da kannst Du doch was tun." Und sie suchte sich eine Reihe Helfer, die mit ihr gemeinsam einen Benefizabend im Gocher Kastell organisieren wollen. Bei einem Pressegespräch im Klever Café Reffeling, wo Hilla Heien arbeitet, stellten die Akteure gestern vor, was es am Samstag, 10. Oktober, zur Unterhaltung der Gäste und zum Nutzen der Migranten geben wird.

Markus Bremers als PR-Profi berät die Kalkarerin, die, wie sie freimütig einräumt, "keinen Computer und keine E-Mail-Adresse besitzt". Dennoch hat sie per Brief oder Telefon den Kontakt zu ihren Mitstreitern selbst aufgebaut: "Die Flying Familli aus Materborn ist dabei, der Tenor Ricardo Marinello, Jannik Fibach, Pianist aus Weeze, der Zauberer Sven Combs, das Saxophon-Quartett ,Saxette' aus Rees, Monika Voss aus Kevelaer, Otto-Imitator Uli Maaß aus Wesel, das Humus-Ballett aus Kleve, K 6 aus Goch. Und zum Abschluss des Abends: Massive Beat", zählt Heien auf.

Ebenso wichtig wie das Programm: die Unterstützer. Ob Stadt Goch samt Stadtwerken, Sparkasse oder Volksbank, DruckDat, Wunderland Kalkar oder Poorte Jäntje - ganz viele geben Geld, setzen sich ein, stellen Equipment zur Verfügung. Der Eintrittspreis von zehn Euro kommt komplett den Flüchtlingen zugute, ebenso der Gewinn aus dem Getränkeverkauf. Gerd Engler von der Caritas findet besonders wichtig, dass die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer ausgebildet werden, denn es werde zwar reichlich gespendet, es fehle aber an der Koordination. Er ist froh darüber, dass es bei der Stadt Goch mit Monika Riße jetzt eine hauptamtliche Ansprechpartnerin gibt.

Karten für den Benefiz-Abend gibt es bei Reffeling, den Hauptgeschäftsstellen von Sparkasse Goch und Voba, bei Otten & Leenders, bei Document 1 in Uedem, in der Bedburg-Hauer Praxis Kohls und bei der KulTOURbühne in Goch. Mehr Infos: www.bin-dabei.com

Quelle: RP
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