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Goch
Hüls: Hospital als Partner im Gespräch

Goch: Hüls: Hospital als Partner im Gespräch
Schon beim Gradierwerk steht das Thema "Gesundheit" im Fokus. FOTO: Kurverwaltung Bad Salzungen
Goch. Beim Sole- und Pilgerpark laufen die Planungen weiter. Die Stadt ist an die Karl-Leisner-Trägergesellschaft herangetreten, diese soll das medizinische Zentrum betreiben. Unterstützung gibt es auch vom Kneippverein. Von Sebastian Latzel

Im Haupt- und Finanzausschuss hat Bürgermeister Dominik Pichler auf kritische Nachfragen von Politikern noch einmal klar gestellt, dass Soleo weiter Partner beim Großprojekt auf der Hüls ist. Bekanntlich möchte die Stadt dort ein Gesundheitszentrum mit Gradierwerk errichten.

Ein zentrales Thema des Projekts ist neben der Heilquelle das Ärztezentrum. Immer wieder ist betont worden, dass es ohne dieses Zentrum auch kein Gradierwerk geben werde. "Und für diesen Bereich sind wir jetzt in konkreten Gesprächen mit der Katholischen Karl-Leisner- Trägergesellschaft, um diese mit ins Boot zu holen", sagt der Bürgermeister.

FOTO: Seybert, Gerhard (seyb)

Schon in der vorigen Woche beim Spatenstich für die neue Kardiologie am Marienhospital hatte es von Seiten der Krankenhaus-Verantwortlichen viel Lob für das Projekt auf der Hüls gegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Jacobs zeigte sich angetan von den Planungen. Die Erschließung der Thermalquelle mit den dazugehörigen Angeboten sei eine kluge Entscheidung, sagte er. Das werde nicht zu einer Verdrängung führen, sondern zu einer Ergänzung der medizinischen Angebote. Ein Wallfahrtsort sei ein Ort, der die Seele berühre, eben daher passe die Planung von einem Pilger- und Solepark hierher.

Bernd Ebbers, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft, bestätigte, dass die Stadt Kevelaer an die Gesellschaft herangetreten sei, um sie als Betreiber eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) zu gewinnen. "Wir stehen den Überlegungen grundsätzlich positiv gegenüber und prüfen nun gemeinsam mit der Stadt, ob die Einrichtung eines MVZ an der Stelle eine Perspektive hat. Diese Prüfung ist ergebnisoffen", so Ebbers. Würde das Krankenhaus einsteigen, würde das das gesamte Konzept sicher auf eine breite Basis stellen. Gleichzeitig bemüht sich die Stadt um einen weiteren Partner. Der Kneippverein Gelderland ist angesprochen worden. Denkbar ist nämlich, einen Kneippgarten in das Projekt zu integrieren. "Das ist eine tolle Sache, die wir uns gut vorstellen könnten. Wir würden das unbedingt unterstützen", sagt Udo Spelleken, Vorsitzender des Kneippvereins. Der Verein stelle sein Know How zur Verfügung, um die Stadt bei der Planung und der Ausführung einer entsprechenden Anlage zu unterstützen. Denkbar ist ein Park mit diversen Kneipp-Angeboten wie Wasserbecken, Tretbecken oder Barfußpfad. Spelleken weist aber darauf hin, dass ein Engagement in Kevelaer auf keinen Fall bedeute, dass man Projekte in Geldern nicht weiter verfolge. Dort gibt es Überlegungen für einen Kneipp-Park am Seehotel.

FOTO: Seybert, Gerhard (seyb)

Wie berichtet, hat sich Kevelaer mit dem Konzept für einen Sole- und Pilgerpark beim Förderwettbewerb Erlebnis.NRW durchgesetzt und den Zuschlag für eine Fördersumme von 1,8 Millionen Euro erhalten. Der Kaufpreis für das Grundstück auf der Hüls soll in das Projekt fließen. 800.000 Euro sind dafür veranschlagt. Da beim gesamten Projekt mit rund 2,26 Millionen Euro kalkuliert wird und es eine Fördersumme von 1,8 Millionen Euro geben soll, würden damit unterm Strich 400.000 Euro eingespart, die in den Haushalt fließen könnten.

Für das reine Gradierwerk geht die Stadt von Kosten von rund 800.000 Euro aus. Hinzu kämen die ergänzenden Angebote wie Park, Pilgerinformation, Kneippbecken, Kräuter- und Bibelgarten oder Barfußpfad.

Quelle: RP
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