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Goch
Irische Landfahrer haben die Region wieder verlassen – vorerst

Goch. Die irischen Landfahrer in Kevelaer haben sich offenbar an die Vereinbarung mit der Stadt gehalten: Am Sonntagnachmittag waren sie vom Parkplatz am Hallenbad aufgebrochen. Zurückgebelieben ist nur einiges an Müll.

Laut Auskunft der Polizei sind die irischen Landarbeiter Richtung Autobahn aufgebrochen. Vieles deutet darauf hin, dass sie sich in Neuss niedergelassen haben. 

Sieben Wohnwagen-Gespanne halten sich noch an der Delbrückstraße in Kevelaer auf. Diesen Platz hatte die Kommune als Ausweichgelände angeboten. Ob und wann die große Gruppe noch einmal zurück nach Kevelaer kommt, ist völlig offen. "Es gibt keinen einheitlichen Sprecher dort, das ist schwierig. Man bekommt keine Auskunft, wohin sie fahren, wann sie wiederkommen", sagt ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Jeder sei für sich selbst verantwortlich.

Bilanz der knappen Woche in Kevelaer sind zahlreiche Beschwerden wegen Ruhestörungen und eine Strafanzeige.

Die irischen Landfahrer werden landläufig "Tinker" genannt. Sie selbst empfinden diesen Begriff aber als diskriminierend.

(zel)
 
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