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Goch/Weeze
"Jan an de Fähr" ab Ostern wieder geöffnet

Goch/Weeze: "Jan an de Fähr" ab Ostern wieder geöffnet
Die Schrauben werden festgezurrt: Neupächter Daniel und Monika van Bonn schlagen nun auch in Weeze ihr Zelt auf. FOTO: Markus van Offern
Goch/Weeze. Daniel van Bonn (31), dessen unternehmerische Wurzeln unter anderem mit einem Bootsverleih in Goch liegen, expandiert und bietet Eventgastronomie an. Tradition wird fortgeführt und erweitert. Von Christian Cadel

Die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau - der Frühling kündigt sich an. Daniel van Bonn genießt seine Mittagspause. Lange verschnaufen kann er allerdings nicht. Denn in diesen Tagen beginnt für den in Goch bekannten Unternehmer ein neues Kapitel in seiner beruflichen Karriere. Der 31-Jährige ist Neupächter des traditionsreichen Restaurants "Jan an de Fähr", das er am 4. April feierlich wiedereröffnen will. Das direkt an der Niers in Weeze gelegene Gebäude stand zuletzt einige Monate leer - und das sieht man auch.

Damit van Bonn pünktlich öffnen kann, musste er mit seinem tatkräftigen Helferteam noch viel bewegen. Seit Anfang Februar wurde jeden Tag auf der "Baustelle" gewerkelt. "Wir müssen viele Sachen erneuern. Dazu gehören Dachziegel, Möbel, Sanitär- und Kühlanlagen sowie ein kompletter Neuanstrich. 350 Liter Farbe haben wir schon an die Wand gebracht. Eigentlich kann man schon fast von einer Kernsanierung sprechen", sagt van Bonn. "Was wir alleine schaffen, machen wir selbst. Aber an jedem Tag findet man etwas Neues, was noch angepackt werden könnte."

Wie man einen Laden aufbaut, weiß der Jungunternehmer genau. Vor sieben Jahren übernahm er zunächst den Kesseler Bootsverleih, ehe er einige Jahre später sein Touristik-Angebot mit der "Gocher Bucht" mitten im Stadtzentrum erweiterte. Vor zwei Jahren kam das Tipidorf im Walbecker Freibad hinzu. Gleichzeitig wagte sich der 31-Jährige mit seinem ebenfalls am Freibad gelegenen Café All Seasons auf gastronomisches Terrain.

Das Konzept, Freizeittouristik und Gastronomie zu verbinden, will er nun auch in Weeze erfolgreich zum Laufen bringen. Im Dezember vergangenen Jahres reifte die Idee dazu. "Uns war klar, dass wir unseren Gocher Lagerstandort für unsere Boote räumen müssen. Wir hatten gehört, dass ,Jan an de Fähr' leer steht, haben uns die Räumlichkeiten dann angeschaut, ein Konzept erstellt und sind mit dem Verpächter auch schnell einig geworden. Dabei gab es mehrere Bewerber", erklärt der gelernte Veranstaltungskaufmann.

Er will eine Art Eventgastronomie anbieten. Dazu sollen unter anderem Bogenschießen, Axtwerfen und die Paddlerbewirtschaftung gehören. "Meine Philosophie ist es, den Leuten nicht nur ein Boot bereitzustellen und abzukassieren, sondern ihnen auch beim Einsteigen behilflich zu sein", sagt van Bonn.

"Außerdem haben wir hier nicht nur eine Anlegestelle für Boote, sondern können auf dem Gelände auch gleich unser neues Bootslager einrichten. Somit haben wir eine geschätzte Kostenersparnis von rund 20 Prozent", so der 31-Jährige weiter.

Aber der dreifache Familienvater, in dessen Unternehmen auch seine Eltern und Ehefrau Monika arbeiten, will sich niemandem verschließen. ",Jan an de Fähr' hat eine Tradition. Diese setzen wir fort, indem wir sie erweitern und modern gestalten. Ältere und jüngere Gäste sind uns gleichermaßen willkommen." So soll es neben bodenständigem Essen auch etwas für Vegetarier und sogar eine spezielle Kinderkarte geben. Ein Jungkoch und Servicekräfte sind bereits eingestellt.

Allerdings könnte van Bonn noch zusätzliche Mitarbeiter gebrauchen. "Wir suchen noch einen Jungkoch und eine Servicekraft. Zwei Azubistellen sind auch noch nicht besetzt. Aushilfen für unsere anderen Unternehmen können wir auch immer gebrauchen", sagt der Unternehmer, der für Bewerber unter Telefon 0176 23384979 zu erreichen ist.

"Der Pachtvertrag läuft zunächst zehn Jahre. Wenn alles gut läuft, schätze ich, dass wir hier demnächst 20 Mitarbeiter beschäftigen können", sagt van Bonn.

Quelle: RP
 
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