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Goch
K.-o.-Tropfen-Geschichte erfunden - Kripo ermittelt

Goch. Eine 18-Jährige hatte zunächst über Erinnerungslücken geklagt und einen 20-jährigen Gocher beschuldigt.

Am Montag hatte die Polizei über einen vermeintlichen K.-o.-Tropfen-Fall vom Wochenende berichtet. Eine 18-jährige Frau aus Kevelaer hatte gemeldet, dass sie am Montag gegen 0.10 Uhr in einem Park an der Gocher Straße Thomaspädje mit starken Kopfschmerzen und Erinnerungslücken aufgewacht sei. Sie konnte sich angeblich lediglich daran erinnern, dass sie am Vorabend in Kranenburg-Nütterden im Festzelt gefeiert hatte und dann gegen 19 Uhr mit einem etwa 20 Jahre alten Mann in einem Taxi nach Goch gefahren sei. Dies hatte auch der Taxifahrer gegenüber der Polizei bestätigt. Der Fahrer hatte auch angegeben, die junge Frau habe während der Fahrt nicht gesprochen und sei nahezu regungslos gewesen.

Jetzt stellte sich heraus, dass die Geschichte der 18-Jährigen erfunden war. Am späten Montagabend hatte sie sich erneut bei der Polizeiwache Goch gemeldet und gab an, dass sie am Sonntagabend nicht Opfer einer Straftat geworden war. Sie war im Gegenteil einvernehmlich mit dem 20-jährigen Gocher mit dem Taxi von Kranenburg nach Goch gefahren. Nachdem man den Abend miteinander verbracht hatte, habe sie der junge Mann dann kurz vor Mitternacht noch zum dortigen Bahnhof gebracht und beide hätten sich voneinander verabschiedet. Diese Version der Geschichte bestätigte auch der betroffene Mann, so die Polizei.

Wegen der Vortäuschung einer Straftat wurden Ermittlungen gegen die 18-Jährige eingeleitet.

(miba)
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