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Goch
Kaserne: mehr Platz für Begegnung

Nein, sie sollen nicht Beiwerk, Dekoration, Nebensache werden, die öffentlichen Räume im neuen Gocher Stadtteil auf dem Kasernengelände. Das wurde beim zweiten Workshop am Mittwochabend zur Zukunft des Stadtviertels schon vom Start weg klar. Von Thomas Claassen

Carlo Marks von der Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft GO! zur RP: "Die Teilnehmer machten deutlich, wie wichtig Räume für soziale Netzwerke sind. In der Tat kann man ja auch feststellen, dass der öffentliche Raum bei der Stadtplanung hier am Niederrhein in den vergangenen Jahrzehnten mitunter etwas stiefmütterlich behandelt worden ist. Das soll anders werden bei der Planung für den neuen Stadtteil.” Deswegen gab‘s für die Gestaltung des öffentlichen Raums auch eine eigene Werkstatt.

Was möglich ist

60 Anmeldungen für die zweite Arbeitsgruppe: Auch diesmal freute sich die GO! wieder über viele interessierte und engagierte Teilnehmer. Prof. Niklaus Fritschi (er gestaltete die Düsseldorfer Rheinuferpromenade) und Prof. Dr. Roland Günter vom Deutschen Werkbund Köln zeigten zum Auftakt, was möglich ist bei der Gestaltung öffentlicher Räume.

Aber nicht im Sinne von Vorgaben, es ging darum, den Teilnehmern Anregungen für die Gespräche an die Hand zu geben. Infrastruktur, Stadtgrün, stadtplanerische Gliederung, Verkehr, Nahverkehrsanbindung, Erholungsflächen ­ - das alles gehört zum Programm der Werkstatt zwei, die unter dem Motto "Frei! Raum! Stadt!” am Mittwochabend wieder zusammenkam und einen Ideenkatalog zusammenstellte. "Soziale Netzwerke” -­ das klingt so theoretisch, wird dann aber ganz praktisch mit Leben gefüllt.

Wo und wie kommen die Menschen aus dem neuen Stadtteil zusammen, wie verbindet man die Generationen untereinander, wie schafft man drinnen und draußen Raum für Gemeinsamkeit? Dabei geht es um weit mehr als nur die Gestaltung von Plätzen, die die viel zitierte "Aufenthaltsqualität” haben: Neue, andere Wohnformen und mehr Miteinander, das über "gute Nachbarschaft” weit hinausgehen wird: Die Ansätze dafür sind vielversprechend.

 
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