| 14.09 Uhr

Goch-Kessel
Katze mit Luftgewehr beschossen

Verwahrloste Katzen werden aufgepäppelt
Verwahrloste Katzen werden aufgepäppelt FOTO: Martina Klein, Tierherberge Kamp Lintfot/Gnadenbrothof Weeze
Goch-Kessel. Am vergangenen Freitagvormittag wurde eine Katze von einem Unbekannten gezielt mit einem Luftgewehr beschossen. Zwischen 8 und 10 Uhr muss er der Hauskatze im Bereich der Grüne-Jäger-Straße aufgelauert haben und in der Folge mehrere Schüsse auf sie abgegeben haben. Von Michael Baers

Nach der Tortur schleppte sich das Tier nach Hause, wo die Besitzerin die Verletzungen an der rechten Hüfte und am Kopf bemerkte und sofort den Tierarzt aufsuchte. Dieser operierte die Katze umgehend und entfernte zwei Projektile, so genannte Diabolos, aus dem Körper des gequälten Tieres. Ein weiteres Geschoss, das sich in Kniehöhe befindet, musste nicht herausgenommen werden.

Nach dem Stand der Ermittlungen muss der Täter eine richtiggehende Jagd auf die Katze veranstaltet haben, denn auch die Rollläden eines Nachbarhauses wurden von umherfliegenden Geschossen beschädigt. "Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich dabei nicht um eine absichtliche Sachbeschädigung der Rollläden, sondern die Folge von Fehlschüssen auf die Katze handelt", sagte Polizeisprecherin Manuela Schmickler. Die Ermittlungen in dem Fall dauern noch an, da die Besitzerin der Katze erst am Tag nach der Tat Anzeige bei der Polizei erstattet hatte.

Generell ist der Erwerb eines einfach Luftgewehrs ohne Waffenschein in Deutschland möglich, sofern der Besitzer das Mindestalter von 18 Jahren erreicht hat. Benutzt werden dürfen die Gewehre allerdings nur in geschlossenen Räumen oder extra dafür vorgesehenen Bereichen. Nach der Operation sprach der Tierarzt davon, dass die Katze noch Glück gehabt habe, da keine lebenswichtigen Organe getroffen wurden: "Die Verletzungen werden bald heilen, zurück bleibt dann nur noch der Schock".

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