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Goch
Kiesbaggerei plant Flächenerweiterung

Goch: Kiesbaggerei plant Flächenerweiterung
Derzeit wird das Feld an Kirch- (links) und Landwehrstraße noch landwirtschaftlich genutzt, zukünftig soll hier Kies abgebaut werden. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. Ab sofort können sich Bürger im Rathaus Goch über das Vorhaben der Heinrich Schmitz Kiesbaggerei informieren. Geplant ist, das Abgrabungsgebiet "Gocher Heide" in Pfalzdorf zu erweitern. Studien sehen keine Einwände. Von Michael Baers

Seit mehr als 50 Jahren ist das Unternehmen Heinrich Schmitz Kiesbaggerei in Pfalzdorf in der Sand- und Kiesgewinnung tätig. Gegründet wurde es in den 30er Jahren als Fuhrbetrieb. Um auch zukünftig Planungssicherheit für das Unternehmen und seine sechs Mitarbeiter zu haben, hat die Kiesbaggerei jetzt beantragt, die östlich von Pfalzdorf gelegene Nassabgrabung namens "Gocher Heide" zu vergrößern.

Es geht dabei um insgesamt rund 15 Hektar, die südlich der derzeit bearbeiteten Fläche liegen. Dieser Bereich wurde zuletzt viele Jahre lang intensiv landwirtschaftlich genutzt, war zuvor von der Kiesbaggerei aber bereits trocken abgebaut und danach wieder als Acker hergerichtet worden. Eigentümer der Flächen ist die Heinrich Schmitz GmbH.

Im technischen Teil des umfangreichen Antrags heißt es hierzu: "Zur Wiederaufnahme des Abbaus und zur weiteren Gewinnung von Kiessanden ist die Vertiefung der früheren Trockenabgrabung bis zur Basis der quartären Kiessandschichten auf einer Fläche von rund 12,6 ha geplant. Einschließlich der randlichen Abstandsflächen hat die Antragsfläche eine Größe von ca. 14,6 ha. Mit dem Nassabbau ist die Herstellung eines Gewässers verbunden. Der verbleibende See wird eine Größe von ca. 9,5 ha haben." Da die beiden Flächen durch die Landwehrstraße voneinander getrennt sind, beinhaltet der Antrag auch die Einrichtung einer Förderbandbrücke, die den Transport der Materialen bewerkstelligen soll. Das Unternehmen rechnet damit, dass je nach Konjunktur und Nachfrage jährlich rund 250 000 Tonnen Kiessand produziert werden können. Insgesamt wurde betriebsseitig ein Gesamtvolumen von gut 2,2 Millionen Tonnen ermittelt.

Auf das Ende der Nutzung - als Zeitraum nennt das Unternehmen "voraussichtlich zwölf Jahre nach Beginn der Erweiterung" - folgt die Rekultivierung. "Die [...] entstehende Wasserfläche soll naturnah hergerichtet werden und vornehmlich dem Arten- und Biotopschutz dienen. Sie wird innerhalb der ansonsten ausgeräumten Agrarlandschaft als Rückzugs- und Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung stehen", so der Antragstext.

In der Umweltverträglichkeitsstudie, die das Ingenieur- und Planungsbüro Lange mit Sitz in Moers zu diesem Vorhaben erstellt hat, heißt es: "Abschließend bleibt festzustellen, dass erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigungen von Mensch, Fauna und Flora, Boden, Wasser, Luft, Landschaft sowie Kultur- und Sachgütern unter Berücksichtigung der geplanten Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Beeinträchtigungen[...] nicht zu erwarten sind."

Die Offenlegung des Plans erfolgt ab sofort bis einschließlich 10. September während der Dienststunden bei der Stadtverwaltung Goch, Abteilung Stadtplanung und Umlegung, im Neubau des Rathauses, Zimmer 3.29.

Quelle: RP
 
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