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Goch
Klever Studenten besichtigen Gocher Blockheizkraftwerk

Goch. 35 junge Menschen aus aller Herren Länder suchen Schritt um Schritt, Stufe für Stufe ihren Weg zur Rostfeuerung in stattlicher Höhe. Mit großen Augen blicken sie in die kleine Öffnung, durch die sie das riesige Feuer lodern sehen können, das bei der Gocher Bioenergie (GBE) Tag für Tag, Stunde um Stunde naturbelassenes Holz verbrennt und dadurch gleichzeitig Strom und Prozessdampf für Nähr-Engel erzeugt - notwendig für deren Produktion von Kartoffelprodukten in vielfältiger Form.

Der Förderverein der Hochschule Rhein-Waal hatte Studierende der Hochschule zu dieser Exkursion nach Goch eingeladen.

Johannes van den Boom, Mitgesellschafter der Firma Nähr-Engel und Geschäftsführer der GBE, ließ sich die beiden Führungen über das weite Firmengelände nicht nehmen. Im Wechsel deutscher und englischer Sprache staunten die Gäste nicht schlecht, als sie von den Wärmeleistungen des riesigen Ofens erfuhren: 43.800 Megawatt Strom speist die GBE alljährlich ins Netz ein, über 100.000 Tonnen Dampf pro Jahr werden an der Klever Straße zum Ortsausgang Richtung Kleve erzeugt - und dies mit einem Biomasse-Einsatz von 90.000 Tonnen pro Jahr oder 13 Tonnen Holz pro Stunde. "Dass uns irgendwann das Holz zur Verbrennung ausgeht, das halten wir für ausgeschlossen", formulierte Johannes van den Boom seine Zuversicht auf einen noch lange anhaltenden Verbrennungsprozess. 18 Sattelzüge voller Holz sind es täglich, die das Werk an der Klever Straße ansteuern. Im Jahr 2012 wurde die Anlage in Betrieb genommen und wird von privater Hand getragen.

Am Rande der etwa zweistündigen Veranstaltung, zu der die jungen Leute per Bahn vom Campus-Gelände in die Nachbarstadt gereist waren, stellte Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers, zeitgleich auch Geschäftsführer vom Förderverein Campus Cleve, die Ziele des etwa 250 Mitglieder zählenden Vereins vor. "Wir möchten Sie alle motivieren, sich mit den vielen Möglichkeiten vertraut zu machen, hier am Niederrhein Ihre berufliche Zukunft zu finden", so Kuypers zu den Motiven für diese Art von Zusammenarbeit.

Nicht zuletzt der erkennbare Fachkräftemangel biete Chancen, wie sie vor Jahren noch undenkbar gewesen seien.

Quelle: RP
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