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Goch/Kevelaer
Klinik will Neurologie auf der Hüls

Goch/Kevelaer: Klinik will Neurologie auf der Hüls
Blick aus der Luft auf das Gelände an der Hüls: Vorne rechts ist das Bohrloch für das Gradierwerk zu sehen. Zum Konzept gehört ein Ärztehaus, bei dem will sich die Klinik jetzt einbringen. FOTO: Seybert
Goch/Kevelaer. Es ist ein deutliches Signal nach außen: Die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft will beim Großprojekt mit einsteigen. Geplant ist, eine neurologische Praxis zu kaufen und sich damit im geplanten Ärztezentrum einzumieten. Von Sebastian Latzel

Ein wichtiges Element im Gesamtkonzept des Pilger- und Soleparks mit Ärztezentrum ist offenbar unter Dach und Fach. Die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft hat ganz konkrete Pläne, bei dem Projekt einzusteigen. Bislang war offiziell nur von "Interesse" an dem Konzept die Rede, jetzt sind erste Weichen gestellt worden. Die Klinik-Trägergesellschaft plant, einen Kassensitz für eine neurologische Praxis aufzukaufen. Diese Praxis würde in ein so genanntes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) eingebracht. Das MVZ ist dem Marienhospital Kevelaer zugeordnet, das eine neurologische Abteilung hat. So wäre eine Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung möglich. Die Ärzte, die im MVZ arbeiten, sind beim Krankenhaus angestellt.

Kliniksprecher Christian Weßels ist es wichtig, zu betonen, dass das MVZ nicht mit dem Ärztehaus verwechselt werden darf. Bekanntlich ist das Ärztehaus Bestandteil des Sole-und Pilgerparks mit Gradierwerk auf der Hüls. Dieses Zentrum soll von einem Investor gebaut werden, der heißt momentan Soleo. Die Klinik würde dann mit dem MVZ als Mieter in das Ärztehaus einziehen. Gleichzeitig könnten auch selbstständige Ärzte in das Zentrum einziehen. Sie wären dann völlig unabhängig vom MVZ. Die Klinik hat aber angeboten, mitzuhelfen, Ärzte anzusprechen. In dem Ärztehaus können grundsätzlich alle Fach- und Allgemeinärzte Räume anmieten.

Denkbar sei auch, weitere Facharztsitze in das MVZ zu übernehmen, so Weßels. Klare Botschaft von Seiten der Trägergesellschaft ist auf jeden Fall: "Wenn das Ärztehaus realisiert wird, steigen wir mit dem MVZ dort ein", sagt Weßels. Das ist eine wichtige Nachricht für das Großprojekt auf der Hüls. Denn die Verwaltung hatte deutlich gemacht, dass es von Vorteil sei, wenn man die Klink mit ins Boot holen könnte.

Beim Konzept für den Pilger- und Solepark musste die Verwaltung, wie berichtet, noch nachbessern. Die Bezirksregierung hatte eine genaue Kostenaufstellung gefordert. Das ist inzwischen erfolgt. "Solche Rückfragen sind völlig normal", hatte Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns den Politikern im Ausschuss erläutert. Nachgebessert habe man bei der Kostenaufstellung für das Multifunktionsgebäude. Diese sei akzeptiert worden. Zudem hatte die Bezirksregierung eine genauere Ausgestaltung des Parks gefordert. Kevelaer legte jetzt zwei Varianten vor. Die Bezirksregierung wolle mit dem Wirtschaftsministerium Kontakt aufnehmen, um abzusprechen, ob und in welcher Höhe eine Aufstockung der Fördersumme möglich ist. Klare Botschaft sei weiterhin: "Die Realisierung des Projekts ist nicht gefährdet." Mit dem Förderbescheid sei vielleicht schon im November zu rechnen.

Die genauen Details für das Ärztehaus sind noch offen. So ist etwa eine Frage, ob dort vielleicht eine Sauna integriert werden kann. Bekanntlich gibt es Pläne, die Sauna am Hallenbad zu schließen. Dagegen gibt es erheblichen Widerstand.

Quelle: RP
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