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Goch
Knickrehm: "Gute Entwicklung trotz Unkenrufen"

Goch. Im Tagungshotel De Poort suchte Gochs Bürgermeister den Schulterschluss mit hiesigen Unternehmern.

Bürgermeister Ulrich Knickrehm ließ im Rahmen des aktuellen Unternehmerfrühstücks mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Goch keinen Zweifel daran, dass ihm die Nähe zur heimischen Wirtschaft wichtig ist. "Ich suche den persönlichen Kontakt mit Ihnen allen. Ich will den kurzen Draht", so Knickrehm mit dem Hinweis, dass dies Zufriedenheit auf beiden Seiten erzeuge. Mit mehr als 80 Gästen war die alljährliche Zusammenkunft, die im Rittersaal des Sport- und Tagungshotel De Poort stattfand, sehr gut besucht.

Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers unterstrich die Aussage des ersten Bürgers Knickrehm, wonach es niemals zuvor in der einstigen Weberstadt so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab wie zur Stunde. 8606 Beschäftigte bedeuten für Goch ein Plus von 513 oder 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für Ulrich Knickrehm hat sich der Einzelhandelsstandort Goch "allen Unkenrufen zum Trotz" gut entwickelt. Nach wie vor liege der örtliche Einzelhandelsumsatz jenseits von 200 Millionen Euro. Es werde in Goch mehr eingekauft als in der Stadt als Kaufkraft vorhanden sei. Kurzum: Goch sei als Einkaufsstadt attraktiv und ziehe auch Auswärtige an. Ungeachtet dessen steckte Knickrehm das Ziel, sich als Einkaufsstadt mehr denn je zur Erlebnisstadt entwickeln zu müssen. Nur dann komme man im Kampf mit dem Internet-Wettbewerb weiter. "Angespannt" nannte er die Lage bei den noch vorhandenen Gewerbeflächen. Lediglich 14.000 Quadratmeter Gewerbegrund stehen tagesaktuell Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel zum Verkauf zur Verfügung, darüber hinaus seien zwei Investoren zusammen 6700 Quadratmeter Fläche zugesagt. Höchstes Lob erhielt die Firma WinWorker - Sander und Partner - für den strahlungskräftigen Neubau am Emmericher Weg. "Das war und ist ein unüberhörbarer Startschuss und das Aushängeschild für ein neues Gewerbegelände in Bahnhofsnähe" urteilte Knickrehm. Hier seien modernste Arbeitsplätze entstanden. Kreis-Wirtschaftsförderer Hans Josef Kuypers stellte heraus, dass man zum Tag der Logistik gleich drei Gocher Unternehmen, nämlich die Firmen Kässbohrer, Vos Logistics und die Neuansiedlung Herbrand 24 besucht habe. Die Veranstaltung des Fördervereins der Hochschule Rhein-Waal Campus Cleve mit dem Titel "Studierende treffen Wirtschaft" dürfte, so Kuypers, insbesondere der teilnehmenden GOFA Gocher Fahrzeugbau als einer von 31 Firmen Freude und Erfolg gebracht haben. "Bei Ihnen am Stand im Audimax der Hochschule standen ständig 15 bis 20 wissbegierige junge Menschen und begannen ihre Job-Suche", so der Kreis-Wirtschaftsförderer mit Blick auf die anwesenden GOFA-Repräsentanten Alexander Schramm und Thilo Wenath.

Dass das Thema "Personalentwicklung" selten wichtiger war denn heute, daran ließ Christian Rüttgers im Rittersaal des Sport- und Tagungshotels De Poort keinen Zweifel. Interne Personalentwicklung gehe auf jeden Fall vor externer Personalbeschaffung. Daher sei die "bindungserzeugende Führung" des eigenen Personals wichtiger denn je. Angemessene Arbeitsbedingungen, ein überzeugender Führungsstil und die Chance, sich im Unternehmen entwickeln zu können - dies alles führe zu Arbeitszufriedenheit und emotionaler Bindung, so Rüttgers, der an der FOM Hochschule in Duisburg und Wesel lehrt und stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des "ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung" ist.

Quelle: RP
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