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Goch
Kom(m)ödchen-Ensemble im Gocher Kastell

Goch. Die Freunde Dieter, Bodo und Lutz gucken sich zusammen alle Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Fernsehen an. Schon immer. Und immer zu dritt. Ein nie hinterfragtes Ritual.

Ansonsten sind die Gemeinsamkeiten nicht groß: Lutz mag keine Menschen und verweigert sich dem Leistungsgedanken. Dieter ist ein hart arbeitender Familienvater, der vor lauter Rödeln gar nicht mehr zum Nachdenken kommt. Bodo hat geerbt und könnte den ganzen Tag nachdenken. Wenn er nur wüsste worüber.

Beim Torjubel aber sind sie alle gleich. Kontrovers diskutiert wird an solchen Abenden allenfalls über taktische Fouls und die Moderation von Tom Bartels.

Das ändert sich schlagartig als Bodo eines Abends seine neue Freundin Solveig mitbringt. Sie ist Dokumentarfilmerin und arbeitet an einem ehrgeizigen Projekt, das zeigen soll, welche Auswirkungen der WM-Sieg auf die deutsche Psyche hat. Die Freunde sollen sich beim Fußballgucken filmen lassen - sie begehen einen folgenschweren Fehler: Sie sagen ja.

Urplötzlich entwickelt der Abend eine ganz neue Dynamik. Wo früher wortloses Einverständnis war, steht plötzlich alles in Frage: die jahrelange Freundschaft, aber auch Identitäten, Lebensentwürfe und das Nationalgefühl. Darf man in Deutschland patriotisch sein? Oder ist man dann gleich Nationalist?

Diese Fragen und mehr klärt das Ensemble Kom(m)ödchen mit dem Stück "Deutschland gucken" am Sonntag, 5. Juni, ab 19 Uhr (Einlass 18.15 Uhr) im Gocher Kastell auf. Veranstalter ist das Kulturbüro-Niederrhein in Kooperation mit der Kultourbühne Goch, Karten gibt es bei beiden im Vorverkauf für 22 Euro pro Person zuzüglich Gebühren.

Quelle: RP
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