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Uedem/Kalkar
Konkurrenz belebt Glasfaserausbau

Uedem/Kalkar: Konkurrenz belebt Glasfaserausbau
Wollen schnellen Glasfaserausbau: Dr. Bruno Ketteler (Wirtschaftsförderer Kalkar), Johannes Peters (Kämmerer Weeze), Rainer Weber (Bürgermeister Uedem), Dr. Dominik Pichler (Bürgermeister Kevelaer) mit Uwe Abels von der Telekom. FOTO: Gottfried Evers
Uedem/Kalkar. Schnellere Internetverbindungen sind überlebenswichtig für die Region. Nun drückt auch die Telekom aufs Tempo. Sie plant, bis zum ersten Quartal 2018 Kervenheim, Uedem, Weeze sowie Kalkar an die Datenautobahn anzuschließen.. Von Christoph Kellerbach

Die deutsche Telekom will in der Region knapp 70 Verteilerstationen bauen, 24 Kilometer Glasfaser verlegen und rund fünf Kilometer Tiefbau bis zum Ende des ersten Quartals 2018 in Angriff nehmen. Rund 8 800 Haushalte in vier Kommunen sollen davon profitieren. Kalkar soll im September 2017 fertig sein, Weeze im November. Kervenheim sowie Uedem folgen Anfang des nächsten Jahres. "Von da an kann man dann mit mindestens 50 und bis zu 100 MBits Downloadgeschwindigkeit surfen. Nächstes Jahr wollen wir das Ganze updaten, damit sogar 250 MBits möglich sind", verspricht Account Manager Uwe Abels vom Infrastrukturvertrieb West der deutschen Telekom. Am Dienstagmorgen traf er sich nämlich an der exemplarischen Ausbaustelle am Grafscher Weg 78 in Weeze mit verschiedenen Repräsentanten der Ortschaft, um über den weiteren Verlauf der Vernetzung zu reden.

Doch nicht nur die Telekom, sondern auch der Anbieter "Deutsche Glasfaser" war ja in der letzten Zeit in der Gegend sehr aktiv. "Aber der Mitbewerber ist ja nicht flächendeckend unterwegs. Wir versorgen etwa 80 Prozent der Haushalte im Kreis Kleve", so Abels.

Auf die Frage, warum der Ausbau durch die deutsche Telekom nun erst in Angriff genommen wird, antwortete er: "Wir haben ja einen bundesweiten Ausbauplan. Wir gehen nicht punktuell, sondern kommunal vor." Rainer Weber, der Bürgermeister von Uedem, freute sich auf jeden Fall, dass es nun mit dem Verlegen der Glasfaserkabel weitergeht und bemerkte: "Je mehr Anbieter vorhanden sind, desto schneller geht auch schon mal der Ausbau. Konkurrenz belebt halt das Geschäft und am Ende profitieren die Bürger davon." Der Vertreter des Bürgermeister von Weeze, Johannes Peters, sah dies ähnlich und meinte schmunzelnd: "Wenn mehrere Wettbewerber auftreten, dann verlangsamt es die ganze Sache nicht gerade."

Eine ähnliche Meinung hatte auch Dr. Bruno Ketteler von der Wirtschaftsförderung Kalkar. Er erinnerte zudem daran, dass man nun für die kommenden Jahre vorplanen sollte: "Bei uns wurde teilweise von der deutschen Glasfaser sowie teilweise von der deutschen Telekom ausgebaut, aber das Wichtigste ist eben vor allem, dass jetzt langsam aber sicher die ganzen Verbindungen zukunftsfähig gemacht werden." Kevelaers Bürgermeister Dr. Dominik Pichler betonte dahingehend, "dass es für den Lebenserhalt der kleineren Ortschaften jetzt lebenswichtig ist, dass dieser Ausbau stattfindet. Man muss am Puls der Zeit bleiben."

Uwe Abels von der deutschen Telekom sagte dazu abschließend: "Was wir jetzt noch weiter machen müssen ist, die Bürgerinnen und Bürger über das Angebot zu informieren. Wir können nur aktiv werden, nachdem man uns einen Auftrag erteilt hat, weil man mit schnellerem Tempo surfen möchte. Alle, auch Wettbewerbs-Kunden, dürften gerne zu uns wechseln und haben nach spätestens 14 Tagen ihren neuen Anschluss."

Besonders eben jetzt, nachdem glücklicherweise der Ausbau scheinbar richtig an Fahrt aufgenommen hat.

Mehr Informationen zum Wechsel unter "http://www.telekom.de/schneller".

Quelle: RP
 
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