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Goch/Kevelaer
Konzentration auf den Einkaufs-Samstag

Goch/Kevelaer: Konzentration auf den Einkaufs-Samstag
Kevelaer ist für Kunden attraktiv, doch es könnte noch mehr passieren, um Menschen in die Stadt zu holen. Ein neuer Ansatz ist, den Einkaufs-Samstag auszubauen. FOTO: van Offern
Goch/Kevelaer. Lange Öffnung bis 18 Uhr, freies Parken am Nachmittag - mit diesen Ansätzen soll der Einkauf in der Marienstadt am Samstag attraktiv gemacht werden. Von Sebastian Latzel

Nicht jammern, sondern aktiv werden. So lautet die Devise angesichts der Debatte um die Sonntagsöffnung. Der Bürgermeister hat schließlich immer wieder klargemacht, dass an der bestehenden Regelung nicht zu rütteln sei, weil die Kommune ans Gesetz gebunden sei. Im Klartext: Es wird weiterhin so bleiben, dass Geschäfte, die früher am Sonntag geöffnet hatten, obwohl sie es gar nicht durften, sonntags geschlossen bleiben.

Stadt und Verkehrsverein wollen jetzt den Samstag stärker ins Visier nehmen. "Kevelaer ist an dem Tag schließlich genauso schön wie am Sonntag. Wir wollen daher den Samstag mehr bespielen", meint City-Managerin Nicole Wagener. Mit "bespielen" meint sie, den Fokus darauf zu legen, wie der Samstag attraktiv nach außen vermarktet werden kann. Ein Ansatz ist dabei die Ladenöffnungszeit. Die variiert am Samstag derzeit noch. Viele Geschäfte schließen bereits mittags.

Hier will man ansetzen. Ziel ist, eine einheitliche Öffnung bis 18 Uhr am Samstag zu erreichen. Stadtmarketing und Verkehrsverein haben einen entsprechenden Brief an die Händler geschickt und um Rückmeldung gebeten. Der Verkehrsverein wird zudem seine Mitglieder per Newsletter mit der Idee bekannt machen. "Wir wollen die Händler motivieren, sich zu beteiligen und mitzuziehen", sagt Rainer Killich, Geschäftsführer des Verkehrsvereins. Wichtig sei, angesichts der derzeitigen Situation eine Alternative zu finden, die auf dem Boden der gesetzlichen Grundlage umgesetzt werden kann. "Von Geschäftsleuten, die bereits jetzt Samstagnachmittag geöffnet haben, gibt es die Rückmeldung, dass sich diese Zeit umsatzmäßig durchaus lohnt", sagt Killich. Das bestätigt Gabriele Polders, Vorsitzende des Verkehrsvereins: "Unser Geschäft hat schon seit einigen Jahren samstags bis 18 Uhr geöffnet - und das lohnt sich. Es wäre schön, wenn noch mehr Händler mitziehen."

Um das Einkaufen an dem Tag in Kevelaer zusätzlich attraktiv zu machen, will der Verkehrverein einen Antrag an den Rat stellen, über die Parkgebühren am Samstag nachzudenken. "Wir werden anregen, zumindest am Nachmittag auf Gebühren zu verzichten. Optimal wäre natürlich, wenn es den ganzen Tag möglich wäre, kostenlos in der Stadt zu parken", sagt Killich. Denn es sei immer wieder zu hören, dass gerade kostenloses Parken ein Punkt sei, der für Kunden eine große Rolle spiele, in eine Stadt zum Einkaufen zu fahren.

Die Parkgebühren-Initiative wird vom Stadtmarketing unterstützt. "Wichtig wäre für uns, dass wir von möglichst vielen Händlern eine positive Rückmeldung zu unseren Ideen bekommen!", meint Nicole Wagener. Denn Ziel sei, mit dem langen Samstagseinkauf überregional für Kevelaer zu werben und die Stadt so auf Dauer mit diesem Angebot bekannt zu machen. Nach dem Motto: "Samstag gehen wir zum Einkaufen nach Kevelaer." Gabriele Polders ist bewusst, dass eine solche Entwicklung nicht von heute auf morgen möglich sei. Man müsse einen langen Atem haben. "Es kann durchaus zwei Jahre dauern, es muss sich in den Köpfen festsetzen, dass Kevelaer samstags lange geöffnet hat." Sie sieht hier eine große Chance. "Kevelaer hat Potenzial und das sollten wir als Händler auch nutzen."

Quelle: RP
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