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Goch
Landfrauen unterstützen Pilger

Goch. Auch in diesem Jahr haben die Landfrauen aus den Gocher Ortsteilen "für den guten Zweck" gearbeitet. Diesmal ging der Erlös in Höhe von 1000 Euro an die "Jakobspilger" der LVR-Klinik Bedburg-Hau gespendet. Diese besondere Pilgergruppe wollte in Spanien die letzten 200 Kilometer auf dem legendären Pilgerweg nach Santiago de Compostela wandern.

Im Jahr 2007 luden der Betriebsbereich Soziale Rehabilitation und der katholische Seelsorger der LVR-Klinik Bedburg-Hau ein zum Projekt "Pilgern auf dem Jakobsweg". Es sollte für die Interessenten ein besonderes Erlebnis werden: man wollte gemeinsam neu aufbrechen, Gemeinschaft erleben und auch Grenzerfahrungen machen. Es war von Beginn an ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt. Am 1. Mai 2008 startete die 15-köpfige Gruppe, bestehend aus Patienten mit ihren Betreuern und einem Seelsorger, verabschiedet mit dem Pilgersegen in der Klinikkirche. In Tagesetappen von 15 bis 20 Kilometern pilgerte man bis Köln-Brühl. Im zweiten Jahr ging es durch die Eifel - hier wurden die Tagesstrecken aufgrund des Geländes deutlich kürzer. In den Jahren darauf ging es weiter durch Frankreich über Schengen nach Metz. Weiter über Cluny, Le Puy, Loudes nach St.-Jean-Pied-de-Port. Dann haben sie gemeinsam die Pyrenäen überwunden.

Dabei ist aus der Gruppe eine Gemeinschaft geworden, die durch die gemeinsamen schönen Naturerlebnisse aber auch durch die zusammen überstandenen Strapazen zusammen gewachsen ist. Einige wenige sind ausgeschieden, andere hinzugekommen, der größte Teil der Teilnehmer ist aber seit Beginn dabei und so gut wie jeden Meter gelaufen.

Um für diese Unternehmung fit zu sein, trifft sich die Gruppe übers Jahr alle 4 bis 6 Wochen zu gemeinsamen Wanderungen - dabei haben sie schon viele schöne Wanderrouten am Niederrhein entdeckt. Unterwegs auf ihren Pilgerreisen wohnt die Gruppe immmer in einem festen Haus, wo man sich selbst verpflegt. Morgens fahren sie dann per Bus zum Ankunftspunkt der vorherigen Tagesetappe.

Finanziert wird dieses Projekt überwiegend aus Eigenmitteln - die Pilgergruppe arbeitet unter anderem mit auf den Feldtagen des Hommersumer Treckertreffs und freut sich natürlich über Spenden, wie hier von den Landfrauen.

Quelle: RP
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