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Goch/Kevelaer
Leser dürfen auf die Opernbühne

Goch/Kevelaer: Leser dürfen auf die Opernbühne
Der Höhepunkt jeder Aufführung: der Auftritt des Gefangenenchores. FOTO: Pauli Veranstaltungsbüro
Goch/Kevelaer. Die RP präsentiert die Aufführung von "Nabucco" am 19. August auf der Fläche an der Hüls. Zwei Besucher bekommen die Gelegenheit, das Spektakel einmal anders zu erleben. Sie dürfen als Statisten im Gefangenenchor dabei sein. Von Sebastian Latzel

Es ist der unumstrittene Höhepunkt jeder Aufführung von "Nabucco" - wenn der Gefangenenchor den prägnanten Ohrwurm aus Verdis Oper präsentiert. Wie schon vor einigen Jahren beim Gastspiel im Gocher Stadtpark. Und auch in Kevelaer werden viele Besucher diesem Moment entgegenfiebern. Zwei Leser haben die Gelegenheit, den Gefangenchor einmal ganz anders und richtig hautnah zu erleben. Die RP verlost nämlich zwei Statistenrollen für diesen Höhepunkt. Die Gewinner der Aktion werden beim Auftritt am Freitag, 19. August, auf der Hüls live mit auf der Bühne stehen.

Wenn der Gewinner möchte, kann er natürlich auch mitsingen, doch das ist eigentlich nicht gefordert, wie Gabriele Hülskämper erläutert, die die Pressearbeit für die Aufführung macht. "Es geht um eine reine Statistenrolle, singen muss man dafür nicht", sagt sie. Auch seien keine besonderen schauspielerischen Vorkenntnisse nötig. "Die Gewinner werden von den Darstellern eingewiesen und auch an die Hand genommen, damit auf der Bühne alles funktioniert." Es gehe nicht um eine schwierige Sache, auch eine besondere Choreographie müssten die beiden Hobby-Schauspieler nicht einüben. Vielmehr gehe es darum, das dramatische Spiel um Liebe und Macht live zu erleben, die Reaktionen des Publikums zu spüren. Die Aufführung soll für die Gewinner dadurch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Wer gewinnt, darf noch eine Begleitperson mitbringen. Zusammen können beide das Stück bis zur Pause genießen. Dann wird es für den Statisten ernst. Er wird hinter die Bühne geführt, wo er ganz professionell in ein Mitglied des Gefangenenchors verwandelt wird. Der Gast wird geschminkt, erhält das passende Kostüm. Und dann wird es irgendwann ernst und der Statist darf mit dem Gefangenchor auf der Bühne und vor mehreren hundert Besuchern auftreten. Anschließend wird er wieder abgeschminkt und legt sein Kostüm ab, bevor er an seinen Platz im Publikum zurückkehren kann. Dort kann der Statist dann als "normaler" Gast das Stück bis zum Ende genießen.

In anderen Städten waren die Laiendarsteller begeistert von der völlig neuen Opernerfahrung. "Das würde ich sofort wieder machen", schwärmte etwa Karin Heidenreich, die bei der Aufführung in Creuzburg auf der Bühne stand. "Es hat richtig Spaß gemacht. Aufgeregt war ich nicht, ich musste ja nicht italienisch singen", sagte die Statistin.

Die Oper soll gleichzeitig den Höhepunkt der Veranstaltungen auf der Hüls unter dem Motto "Atempause im August" bilden. Gemeinsam mit dem Veranstaltungsbüro hatte die Stadt verschiedene Alternativen durchgespielt, welche Open-Air-Flächen sich für eine Opernbühne eignen. "Wir haben der Agentur verschiedene Standorte für das Spektakel vorgeschlagen. Die Entscheidung ist für die Hüls gefallen. Das freut mich sehr", so Bürgermeister Dominik Pichler. So könne das Gelände ein weiteres Mal in den Fokus gerückt werden. Karten (44 bis 59 Euro) sind im Rathaus Kevelaer erhältlich.

Quelle: RP
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