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Goch
Letzter Sozialtreff des Jahres 2015

Goch. 62 Menschen haben im laufenden Jahr die Beratungsmöglichkeit in Anspruch genommen.

Am Mittwoch, den 30. Dezember, 17 Uhr, findet der nächste Sozialtreff zu den Themen Hartz IV und Sozialhilfe im Heilpädagogischen Zentrum des LVR, Mühlenstraße 44, in Goch statt. In gemütlicher Runde mit Kaffee und Gebäck können gemeinsam Bescheide erklärt oder Fragen erörtert werden. Außerdem soll über die geplanten Neuerungen bei den Unterkunftskosten ab Januar 2016 im Kreis Kleve informiert werden, insbesondere welche Folgen diese Neureglung für die Betroffenen haben kann.

Zu befürchten ist, dass es im kommenden Jahr eine Welle von "Kostensenkungsaufforderungen" geben wird, was dann für die Betroffenen zu beachten ist und welche Rechtsmittelmöglichkeiten es gibt, wird Herbert Looschelders ausführlich erläutern. Moderiert wird der Sozialtreff von ihm und Frank Schagarus, auf Wunsch und nach telefonischer Absprache können auch Einzelberatungen angeboten werden und Schriftstücke an Behörden gefertigt werden.

Die Einzelberatungen werden seit Anfang des Jahres in Goch mit der freundlichen Unterstützung des Integrationsnetzwerks Winterberg - Altenburg angeboten. 62 Menschen aus Goch, Weeze, Uedem und Kalkar haben im ablaufenden Jahr die Einzelberatung aufgesucht und ihre Bescheide prüfen lassen, 90 Prozent aller Bescheide waren fehlerhaft.

In den meisten Fällen konnte durch Widerspruch oder einen Überprüfungsantrag Abhilfe geschaffen werden und in vier Fällen musste rechtsanwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Nicht immer war die Schuld beim Jobcenter beziehungsweise Sozialamt zu finden, oft fehlten der Sozialbehörde auch die notwendigen Informationen und Unterlagen, um über einen Leistungsantrag vollständig und richtig zu entscheiden. Da es sich hier um bedarfsorientierte Leistungen handelt, müssen die Betroffenen mit einer Vielzahl von Informationen und Unterlagen ihre Bedürftigkeit nachweisen können, doch hiermit sind viele Betroffene restlos überfordert und schaffen es einfach nicht, ohne Hilfe einen Leistungsantrag richtig und vollständig zu stellen. Es ist jedem Betroffenen zu raten, sich schon rechtzeitig vor der Antragsstellung an eine Sozialberatung zu wenden, die neben der Selbsthilfe auch von Caritas, Diakonie und AWO angeboten wird.

Alle Interessenten sind eingeladen. Wer am Mittwoch nicht kommen kann, kann sich an die ehrenamtliche Beratung in Goch unter 0170 6905797 wenden.

Quelle: RP
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