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Goch
Mehr Personal für die Stadtentwicklung

Goch: Mehr Personal für die Stadtentwicklung
Für diesen Bereich hat die Bauordnung der Gocher Stadtverwaltung längst Baurecht geschaffen. Nicht nur auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne ist viel zu planen. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Die Stadt Goch hat zwei Stellen für den Bereich der Stadtplanung und Bauverwaltung ausgeschrieben. Ein Berufsanfänger und ein erfahrener Kollege werden gesucht, um die Planungsabteilung fit für die Zukunft zu machen. Von Anja Settnik

Was Stadtbaurat Dirk Bulinski und seine Kollegen Tag für Tag tun, ist gar nicht so einfach zu durchschauen. Aber ohne ihre Arbeit würde sich nichts im Gocher Stadtgebiet sichtbar verändern können, kein Baugebiet würde entstehen. Vor jedem Projektbeginn muss Baurecht geschaffen werden, was eine oft sehr zeitaufwändige Prozedur ist. Damit kein Bauleitplanverfahren ins Stocken gerät oder gar nicht erst begonnen wird, hat die Stadt zwei Stellen (Entgeltgruppen 11 und 12) zur Verstärkung des Fachbereichs ausgeschrieben. Eine Stelle ist eine Nachbesetzung, um einen langfristig Erkrankten zu ersetzen, die zweite ist eine zusätzlich eingerichtete Position. "Wir wollen die Arbeiten ja schnell leisten und möglichst auch im eigenen Hause", erklärt Bulinski.

Beide künftigen Kollegen sind für den Bereich Planung vorgesehen. Denn in Goch ist viel in Bewegung. Zum Beispiel muss für die Ansiedlung großer Unternehmen im neuen interkommunalen Industriegebiet nahe der Autobahn der Flächennutzungsplan und später der Bebauungsplan geändert werden. Damit das erwartete Großunternehmen, das sich dort ansiedeln möchte, das auch tun kann. "Solche Dinge sind auf der einen Seite für das Unternehmen dringlich, brauchen auf der anderen Seite aber ihre Zeit", sagt Stadtsprecher Torsten Matenaars. Die Offenlage, Behördenbeteiligung, der Abwägungsprozess und die Satzungsbeschlüsse - all das benötigt viele Monate, in denen die Mitarbeiter der Stadtplanung sehr viel zu tun haben.

Ähnlich war es beim Thema "ehemalige Reichswaldkaserne" (Neu-See-Land?), wo die Bagger erst anrücken konnten, als das Baurecht für den ersten Bauabschnitt vorlag. Inzwischen ist das auch für den zweiten geschehen, weitere Abschnitte sind noch auszuarbeiten. "Wir sind deshalb froh, dass uns die Politik neues Personal genehmigt hat", sagt Bulinski. Aber es gehe dabei keinesfalls nur um die "Großbaustellen", sondern auch um viele andere Bereiche. "Es ist wichtig, dass sich die Bürger mitgenommen fühlen. Gerade Stadtplanung ist sehr vom Miteinander der Akteure abhängig", sagt der Baurat. Man müsse die Leute von den Plänen überzeugen, es gehe schließlich um Eigentum, um Umweltfragen, um Veränderungen. Und: Nicht nur die Innenstadt darf im Fokus stehen; "die Ortsteile sind ebenso wichtig". Wer mal einen Blick in die Tagesordnungen der Bauausschüsse werfe, erkenne, dass auch Planungen in Pfalzdorf, Asperden oder Hommersum zu bearbeiten seien. Darauf hätten auch die Vertreter der Politik ein Auge, die sich ja in ihren Wahlbezirken verantworten müssten.

Letztlich sei auch Kommunikation sehr wichtig. Erst einmal nicht so sehr nach draußen - das mögen Investoren häufig nicht - aber innerhalb des Rathauses und mit anderen Behörden. Ein gutes halbes Jahr ist Bulinski jetzt dabei und freut sich darauf, Goch weiter zu entwickeln.

Quelle: RP
 
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