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Uedem/Kalkar
Millionen-Investitionen am Paulsberg

Uedem/Kalkar: Millionen-Investitionen am Paulsberg
Blick auf die Baugrube für den dreistöckigen Neubau. Im Hintergrund ist das seit 2006 bestehende NATO-Quartier zu sehen. FOTO: Pressestelle Luftwaffe
Uedem/Kalkar. Spatenstich für ein neues Stabsgebäude in Uedem: Bis 2020 sollen rund 38 Millionen Euro investiert werden, auf 3300 Quadratmetern entsteht Raum für 350 Büro-Arbeitsplätze. Ein Neubau unter anderem fürs Weltraumlagezentrum. Von Michael Baers

Die regen Bautätigkeiten, die in diesen Tagen auf den Bundeswehrgeländen in Kalkar und Uedem weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit durchgeführt werden, sind deutliche Zeichen dafür, wie wichtig die Arbeit des dort untergebrachten Zentrums Luftoperationen der Luftwaffe ist. "Mit diesen Maßnahmen gewinnt der Standort immens an Bedeutung", sagt der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Oberstabsfeldwebel Klaus Sattler demnach folgerichtig, und bezieht sich damit unter anderem auf die rollenden Bagger auf dem Paulsberg.

Zu Beginn der Woche hatten Generalleutnant Joachim Wundrak, Kommandeur des Zentrums Luftoperationen, und Armin Lövenich, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes in Duisburg, den obligatorischen Spatenstich für den Neubau des Stabsgebäudes vorgenommen. Bis 2020 sollen allein hier etwa 37,7 Millionen Euro investiert werden. Auf einer Nutzfläche von über 3300 Quadratmetern entsteht Raum für rund 350 Büro-Arbeitsplätze. "Wir sind stolz darauf, unseren Beitrag zu den wichtigen Aufgaben dieses Standortes leisten zu können", hatte Lövenich vor dem symbolischen Schaufelschwung gesagt.

Geplant ist, dass der dreigeschossige Flachdachbau, in dessen Keller zusätzliche Lagerräume und Platz für die IT geschaffen werden, "Ende 2019/Frühjahr 2020 fertiggestellt wird", so Sattler. Das bedeutet dann das Ende der behelfsmäßigen Containerlandschaft, in der zur Zeit noch das Weltraumlagezentrum untergebracht ist. Außerdem werden die Verwaltung Operationszentrale Luftwaffe und der Bereich IT-Unterstützung in den Neubau ziehen.

Deutlich früher können das neue Unterkunftsgebäude sowie die Büro-, Konferenz- und Schulungsgebäude in Kalkar voraussichtlich bezogen werden. Denn dort wird bereits im kommenden Monat Richtfest gefeiert. Allesamt Maßnahmen, mit denen dem, was Sattler "Interimsunterbringungen und -lösungen" nennt, Abhilfe geschaffen wird. Man sei in den vergangenen Jahren personell und aufgabentechnisch schneller gewachsen, als das Infrastruktur und Bauanträge hätten mithalten können. Auch der weitere Blick in die Zukunft verspricht Wachstum. Wundrak sprach von "160 weiteren Dienstposten", um "dem Aufwuchs Rechnung zu tragen". Weitere Neubauten, wie etwa eine neue Unterkunft, eine Sporthalle und ein zeitgemäßer Ersatz für das derzeitige Wirtschaftsgebäude, die Truppenküche, seien in den hiesigen Bundeswehr-Kasernen geplant. Das Gesamtvolumen der Investitionen in den kommenden Jahren betrage damit mehr als 130 Millionen Euro. Geschätzte Bauzeit laut Sattler: "bis tief in die 2020er Jahre hinein". Dann werden die Bagger und Kräne wieder aus der Kaserne abgezogen sein.

Quelle: RP
 
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