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Goch
Mit Volldampf vom Niederrhein an die Mosel

Goch: Mit Volldampf vom Niederrhein an die Mosel
Der Sonderzug startet am 2. September, Karten gibt es bereits jetzt. FOTO: AG Westfalendampf
Goch. Anfang September fährt ein historischer Dampfschnellzug von Kleve über Goch nach Koblenz.

Anlieger der Strecke werden das kräftige Pfeifen und Fauchen des Dampfzugs hören, wenn er am 2. September vom Niederrhein Richtung Mittelrhein rollt: Der lange Westfalendampf-Schnellzug wird diesmal von der riesigen, kohlegefeuerten Schnellzugdampflok 01 150 gezogen. Früh morgens startet der historische Dampfschnellzug in Kleve, weitere Zusteigehalte werden in Goch, Kevelaer, Geldern, Kempen, Krefeld, Neuss und Dormagen eingelegt.

Landschaftlich besonders reizvoll ist sicherlich der Streckenabschnitt südlich von Köln entlang des Rheins und der Abschnitt von Koblenz nach Winningen entlang der Mosel.

Ziel des Sonderzuges ist Koblenz am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Wer möchte, kann auf dem Hinweg bereits in Koblenz aussteigen und hat etwa sechs Stunden Zeit, sich die schöne Stadt in Ruhe anzusehen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, im Dampfschnellzug weiter bis nach Winningen zu fahren. Hier wartet bereits ein extra für diese Sonderfahrt angemietetes Schiff auf die Fahrgäste. Mit diesem Schiff können sie auf der Mosel eine rund anderthalbstündige Fahrt zurück nach Koblenz unternehmen.

Wer möchte, kann aber auch in Winningen am ältesten Weinfest Deutschlands teilnehmen. Es beginnt um 14 Uhr. Zurück nach Koblenz geht es mit einem planmäßigen Zug, Abfahrt gegen 17.25 Uhr.

Der Sonderzug besteht aus sehr bequemen historischen Schnellzugwagen der 1. und 2. Klasse. Natürlich ist wieder der beliebte Barwagen dabei. Auf dem Hinweg kann hier in Ruhe gefrühstückt werden, während auf dem Rückweg ordentlich gefeiert wird.

Die 01 150 (Altbau 01) ist eine besondere Dampflok. Fabrikneu hat sie 1935 an den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Eisenbahn in Deutschland teilgenommen. Zuerst von der Deutschen Reichsbahn und dann von der Deutschen Bundesbahn wurde die Lok bis 1973 eingesetzt und dann ausgemustert. Ihr Schicksal schien besiegelt. Vor der Verschrottung wurde die Lok vom Industriellen Walter Seidensticker aus Bielefeld gerettet. Bei der 150 Jahrfeier der Deutschen Bahn im Jahr 1985 war die Lok wieder dabei. Die im Besitz des DB Museums Nürnberg befindliche Dampflok wird seit einigen Jahren durch die Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt betreut.

Im Fahrpreis inbegriffen sind die Hin- und die Rückfahrt sowie reservierte Sitzplätze. Kosten für Erwachsene 16 Euro und für Kinder 8 Euro.

Anmeldungen montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 02572 1793.

Quelle: RP
 
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