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Goch
Neue Teilnehmer bei den "offenen Gärten"

Goch: Neue Teilnehmer bei den "offenen Gärten"
Dorothee Dahl, Frank Fritschy, Martina Gellert und Timo Güdden (v.l.) hinter Hommersumer Winterheide. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. In Viller, Pfalzdorf, Emmerich, Bedburg-Hau und sogar in den Niederlanden liegen die Anwesen, deren Eigentümer ab diesem Jahr an der Aktion der Arbeitsgemeinschaf Offene Gärten mitwirken. Besichtigungstermine von Mai bis Herbst. Von Anja Settnik

goch/kreis kleve Würden nicht schon einige sehr schöne Tage hinter uns liegen, wäre es angesichts der aktuellen Temperaturen und des Regens nur schwer vorstellbar, dass jetzt Frühling ist. Die Gruppe Männer und Frauen, die gestern bei Frank Fritschy und Dorothee Dahl in Goch-Viller zusammenkam, lässt sich durch Momentaufnahmen jedoch nicht irritieren: Sie hat ihr Gartenwerkzeug schon aus dem Schuppen geholt - Zeit also auch für die Arbeitsgemeinschaft Offene Gärten im Kleverland, auf ihre Besichtigungstermine hinzuweisen.

Das Paar Fritschy / Dahl ist neu dabei, wird an fast jedem sommerlichen Sonntag seinen Landhausgarten öffnen. Historische Rosen, sommerliche Stauden, Sträucher, Farne, Heide und Rhododendren sind zu bestaunen. Frank Fritschy würdigt mit seinem eigenen großen Garten die Gestalter englischer Landschaftsgärtner und heißt gemeinsam mit seiner Frau ab 25. Mai andere Gartenfreunde willkommen.

Timo Güdden, Marketingmann der Gemeinde Bedburg-Hau, und Martina Gellert vom Kleve Marketing (heißt jetzt Wirtschaft und Tourismus) koordinieren die Aktion, in der echte Hobbygärtner und fast-professionelle Landschaftsgestalter ihre jeweilige Auffassung von "Garten" vertreten. "Unsere Aktion wird immer größer, weist längst über das eigentliche ,Kleverland' hinaus," erzählt Güdden. Das Prinzip: Ambitionierte Gärtner öffnen ihre schönsten Plätze - nämlich die draußen zwischen Sträuchern, Blumen, Bäumen. "Die Vielfalt ist es, die unsere Aktion ausmacht", stellt Gellert fest. Vom kleinen Teichgarten bis zur historischen Parkanlage ist alles dabei. Und immer neue Zielgruppen werden gefunden. Die sich meist selbst ins Gespräch bringen, weil sie vielleicht einen Schwerpunkt setzen, der bisher noch nicht so stark vertreten ist.

Wie etwa das Ehepaar Loth, das in Pfalzdorf einen Bienengarten samt Imkerei betreut. Der insektenfreundliche Hausgarten ist Sache von Daniela Dienst-Loth, ihr Mann nutzt ein nahes naturbelassenes Wiesengelände mit zahlreichen Brombeerhecken als Bienenparadies. Auch pädagogisch ist er unterwegs: Gruppen, die etwas übers Imkern lernen wollen - auch Kindergartengruppen - kommen gern.

Neu dabei sind auch Fried und Lily Frederix, die in Persingen im Ooijpolder 20 000 Quadratmeter mit Anschluss ans Naturschutzgebiet "bewirtschaften". Formaler Garten, Obstbaumwiese, Pferdeweide, Gräsergarten - bei ihnen ist für alles Platz. Deutlich kleiner, aber von ihren Eigentümern nicht weniger geliebt sind die Gärten der Siedlungshäuser an der Bedburg-Hauer Horion-Straße.

Gemeinsam ist allen Teilnehmern, dass sie stolz sind auf ihr Stück gestaltete Natur. "Alle Gärten sind gelebte Kultur", sagt Manfred Lucenc, in dessen Schneppenbaumer Traum-Garten derzeit tausende Narzissen blühen, und Künstlerin Nicole Peters aus Asperden, die ihren Garten als Teil des Ateliers begreift, erklärt: "Es ist ein Privileg, dass wir Zeit und Energie haben, mit einem solchen Garten zu leben. Gerade erst habe ich von Flüchtlingen, mit denen ich arbeite, gehört, dass sie lachende, glücklich wirkende Menschen mit dem vielen Grün um uns herum in Zusammenhang bringen. Gärten und Landschaft stehen also irgendwie auch für den Frieden."

Im Flyer "Offene Gärten im Kleverland", der in der Tourist-Info Kleve, im Rathaus Bedburg-Hau und im Infocenter Schloss Moyland ausliegt, sind Teilnehmer und Termine aufgeführt, auch die "besonders öffentlichen" Gärten der Hochschule mit dem Klimahaus, die Historische Klever Gartenanlage, der Künstlergarten von Haus Koekkoek, der Park von Schloss Moyland.

Quelle: RP
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