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Goch
Neues Konzept für das Forum gesucht

Goch: Neues Konzept für das Forum gesucht
Bei der Neugestaltung steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, was mit dem fest montierten Stühlen passiert. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Im Zuge der Stadtkernerneuerung wird auch über eine Neugestaltung für das Forum Pax Christi diskutiert. Von Sebastian Latzel

Der erste Entwurf war bei Politik und Verwaltung noch durchgefallen. Jetzt präsentierte Helmut Hardt von der Firma Stadtumbau noch einmal ein Konzept für eine veränderte Nutzung des Forum Pax Christi. Zwar fiel immer noch keine Entscheidung, zumindest wurde aber deutlich, dass sich alle Beteiligten mit den Überlegungen durchaus anfreunden könnten. Wichtig war es Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann klarzustellen, dass es nicht die Kirche war, die das Thema in Gang gebracht hatte. "Die Initiative geht auf die SPD zurück, die uns mit Barbara Hendricks besucht hatte. Danach hat es einen Fragenkatalog gegeben, was wir uns für das Forum Pax Christi vorstellen könnten", erläutert Lohmann. Man habe signalisiert, dass man gesprächsbereit sei und sich auch eine multifunktionale Nutzung vorstellen könne. Erst danach sei eine Arbeitsgruppe gegründet worden. Es habe zahlreiche Treffen gebeben. "Unsere Bereitschaft ist da, das Gebäude besser und vielfältiger zu nutzen", sagt Lohmann.

Hardt erläuterte, dass das Ministerium es als förderfähig angesehen habe, das Forum zu öffnen. Denn die Anlage habe eine positive Wirkung auf die Umgebung. Auch er stellte er noch einmal klar, dass zentraler Punkt einer Neunutzung die Bestuhlung sei. Die fest montierten Stuhlreihen prägen derzeit den Charakter der Anlage. Daher steht dieser Punkt auch ganz oben auf der Prioritätenliste: Die festen Reihen sollen durch Stühle ersetzt werden. Um diese Stühle lagern zu können, muss ein Lager eingerichtet werden. Für diese beiden Posten sind rund 95.000 Euro veranschlagt.

80.000 Euro würde es kosten, den Kreuzweg durch Glaswände abzutrennen. Das sei wichtig, weil der kleine Kreuzweg im Forum Pax Christi immer mehr an Bedeutung gewinne. Manchen Pilgern sei der große Kreuzweg inzwischen zu beschwerlich, sie beten den Kreuzweg dann lieber in dem Gebäude am Kapellenplatz. Durch die Abtrennung sei es auch denkbar, den Kreuzweg zu nutzen und gleichzeitig eine Veranstaltung im Saal stattfinden zu lassen. Die müsse natürlich passen, etwa eine Meditation oder eine stille Lesung. Wenn Konzerte im Raum stattfinden, wird für den Kreuzweg dagegen kaum genug Ruhe da sein.

Vielen ging das Konzept immer noch nicht weit genug. Doch Hardt wies darauf hin, dass die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt seien. Das müsse man immer im Hinterkopf haben. Die Nutzung müsse immer zum kirchlichen Umfeld passen. Zudem müsse man die Kosten im Augen habe. Der Rahmen solle nicht überschritten werden. Denkbar wäre, einige Dinge auch erst später in Angriff zu nehmen. Das "Elefantengitter" etwa, an dem sich viele stoßen, solle nicht komplett ausgetauscht werden. Denkbar sei, hier den Eingangsbereich neu zu gestalten. Gottfried Mülders von der Kirchengemeinde wies darauf hin, dass die Bezirksregierung beim Besuch gesagt hatte, dass andere Kommunen Kevelaer um einen solchen überdachten Open-Air-Platz beneiden würden. "Hier kriegen wir für wenig Geld einen attraktiven Veranstaltungsraum", sagt er, stellte aber gleichzeitig klar: "Für uns aus Sicht der Kirche ist es auch kein Problem, wenn hier nichts getan wird. Dann bleibt eben alles, wie es ist."

Eine Entscheidung trafen die Politiker nicht. Die Planungen sollen erst einmal weiterlaufen. Eine Freigabe durch den Stadtrat muss spätestens im Oktober erfolgen, damit der Förderantrag bis zum 9. Dezember eingereicht werden kann.

Quelle: RP
 
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