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Goch
Niers-Express kollidiert mit Pkw-Gespann

goch. Riesenschreck für Passagiere, Zugführer und Anlieger: Gestern Morgen gegen 8.35 Uhr gab es am Bahnübergang Kerkhoffstraße in Pfalzdorf eine Kollision zwischen einem Zug der Nordwestbahn, der in Richtung Geldern unterwegs war, und einem Pkw-Gespann.

Der Anhänger hinter dem Auto befand sich noch auf den Gleisen, als der Zug in Fahrtrichtung Düsseldorf den Übergang erreichte. Das Triebfahrzeug touchierte den Anhänger, der Zug kam nach einer Vollbremsung auf den Schienen zum Stehen. Kein Fahrgast wurde verletzt, allerdings erlitt der Zugführer einen Schock und musste abgelöst werden.

Wie konnte es sein, dass der Pkw-Fahrer den Bahnübergang passierte, obwohl Sekunden später die Schranke herunterging? Dazu Manfred Jakobi als Pressesprecher der Kreispolizei: "Der Autofahrer musste offenbar an der Bedburger Straße verkehrsbedingt anhalten. Der Stopp dauerte eine Weile, weil auf der Straße, auf die er einbiegen wollte, viel Verkehr war. Weil sein Gespann 11,5 Meter lang war, stand der Anhänger dabei zum Teil noch auf den Schienen." Als der Schrankenwärter, der den Bereich von seinem Häuschen aus nicht einsehen konnte, die Schranke herunterließ, blockierte diese den Hänger. "Der Fahrer hat noch versucht, den Anhänger von der Kupplung zu lösen, musste sich, als der Zug sich näherte, aber selbst in Sicherheit bringen", berichtet Jakobi.

Die rund 40 Bahnreisenden wurden mit Ersatzbussen nach Goch oder Kleve gefahren. Rund drei Stunden musste die Strecke Kleve-Goch gesperrt bleiben.

(nik)
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