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Goch
Papst interessiert am Wallfahrtsjubiläum

Goch: Papst interessiert am Wallfahrtsjubiläum
Der Rektor der Wallfahrt, Domkapitular Rolf Lohmann, überreichte Papst Franziskus auf dem Petersplatz eine wertvolle Kopie des Kevelaerer Gnadenbildes. FOTO: Privat
Goch. Pfarrer Rolf Lohmann, Rainer Killich als Sekretär der Wallfahrt und Bernd Pool als Vertreter der Stadt besuchten Rom und den Heiligen Vater. Sie schenkten Papst Franziskus ein Marienbild und berichteten von der Kevelaer-Wallfahrt. Von Anja Settnik

Papst Franziskus besitzt jetzt eine wertvolle Kopie des Kevelaerer Gnadenbildes und weiß von den anstehenden Feierlichkeiten zum 375-jährigen Bestehen der Kevelaer-Wallfahrt. Beides ist einem Rom-Besuch einer kleinen Kevelaerer Delegation zu verdanken: Der Rektor der Wallfahrt, Domkapitular Rolf Lohmann, Rainer Killich für das Wallfahrtsbüro sowie Bernd Pool für die Stadt Kevelaer hatten die Möglichkeit, dem Heiligen Vater das Geschenk zusammen mit einem Brief des Bischofs von Münster, Felix Genn, persönlich zu überreichen.

Wie die Pfarrgemeinde berichtet, nahm sich Papst Franziskus im Rahmen der Generalaudienz einige Minuten Zeit, um sich von den Kevelaerer Gästen über das Jubiläum 2017 informieren zu lassen. Das Gnadenbild in seinen Händen habe der Papst währenddessen mit sichtbarer Ehrfurcht und wachem Interesse angesehen. Und es auch später nicht aus den Händen gelegt, als er sich schon mit anderen Besuchern beschäftigen musste, die ihn im Rahmen der Generalaudienz begrüßen durften. Obwohl es viele Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Welt gewesen seien, habe Franziskus immer wieder einmal den Blick auf das Marienbildnis aus Kevelaer gerichtet.

Auch der deutsche Kurienbischof Josef Clemens, der schon mehrfach zu Besuch in Kevelaer gewesen ist, zeigte bei einem gemeinsamen Mittagessen mit der Kevelaerer Delegation großes Interesse an den ersten Planungen des großen Wallfahrtsjubiläums. Papst Johannes Paul war 1987 der letzte Papst, der Kevelaer besucht hatte. Benedikt trat zurück, bevor er dem Beispiel seines Vorgängers vielleicht noch gefolgt wäre. Sicher träumt mancher Kevelaerer davon, dass nun Franziskus eine Reise an den Niederrhein (oder zumindest nach Deutschland) ins Auge fasst.

Nach dem Jubiläumsjahr der Kevelaerer Basilika, die im vergangenen Jahr ihren 150. Geburtstag feiern durfte, stehen nun zwei Jahre der intensiven Vorbereitung des nächsten Jubiläums an. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum "375 Jahre Kevelaer-Wallfahrt" 2017 nehmen erste Konturen an, denn immerhin gibt es schon einen Termin für den Hauptfesttag des Jubiläumsjahres. Am Pfingstsamstag, 3. Juni 2017, wird die Marienstadt ganz im Zeichen des Jubiläums stehen.

Ein besonderer Akzent im Jubiläumsjahr wird sicher die enge, geschichtliche Verbundenheit der drei Marienwallfahrtsorte Scherpenheuvel/Belgien, Luxemburg und Kevelaer sein. Die Gründung der Luxemburg-Wallfahrt 1626 ist eng mit Scherpenheuvel verbunden. Das Kevelaerer Gnadenbild stammt bekanntlich aus Luxemburg (dort waren die Kevelaerer im vergangenen Jahr mit einer großen Reisegruppe zu Gast), die ersten Kevelaerer Wallfahrtsseelsorger waren Oratorianerpatres aus Scherpenheuvel. Nicht selten wird daher bei den drei Marienwallfahrtsorten das Bild von einer Großmutter-Mutter-Tochter-Verbindung bemüht.

Um gerade auch diesen Akzent besonders zu betonen, hat sich bereits vor einigen Monaten ein Vorbereitungskreis mit Vertretern der drei Städte gegründet. Da kam vor einigen Wochen die Meldung, dass es in Luxemburg künftig eine "Rue Kevelaer" geben wird, gerade recht. Noch wird an der neuen Straße in der europäischen Metropole kräftig gebaut, so dass es mit der offiziellen "Taufe" noch eine Weile dauern wird, merkt Rainer Killich an.

Quelle: RP
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