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Goch
Pastoralplan ein Thema für St. Arnold Janssen

Goch: Pastoralplan ein Thema für St. Arnold Janssen
Das Verfahren, bei dem Personen aus unterschiedlichen Bereichen zusammentreffen, läuft unter dem Namen "Arnolds Welt-Café". FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. Etwa 100 Gemeindevertreter kamen jetzt in der ehemaligen Liebfrauenkirche zusammen, um über die Zukunft der Kirchengemeinde zu beraten. Stadt und Schulen stärker einbeziehen. Von Anja Settnik

Ein Begriff wie "Fusion" beschreibt die eher technische Seite dessen, womit immer mehr Kirchengemeinden zu tun haben: Sie müssen einen Weg finden, die Gläubigen aus bisher selbstständigen Pfarreien zu neuen, größeren Gemeinden zusammen zu führen. Oftmals sind die Bedenken und Vorbehalte groß, zuweilen ist das Vertrauen angeknackst. Wo ein Kirchengebäude aufgegeben werden musste, wie in Goch die Liebfrauenkirche, oder wo der gewohnte Seelsorger nicht mehr zur Verfügung steht, ist viel Arbeit zu leisten, bis sich die Gläubigen in ihrer Kirche wieder heimisch fühlen. Für diesen wichtigen Prozess gibt es ebenfalls einen Fachbegriff: Pastoralplan. Mit dessen Erstellung hat der Pfarreirat der Kirchengemeinde St. Arnold Janssen im Herbst vor einem Jahr begonnen. Jetzt kamen die Akteure zu einer Zwischenbilanz zusammen.

"Für die Zukunft soll der Pastoralplan eine Art ,Fahrplan' für die gemeindliche Arbeit der kommenden Jahre sein", erklärt Pastoralreferent Markus van Berlo für die Steuerungsgruppe. Ludger Hendriks als Pfarreiratsvorsitzender hat mit ihm gemeinsam die Fragen an die Gemeindevertreter formuliert: Wie kann die Arbeit für die Menschen in unserer Gemeinde in den nächsten Jahren aussehen? Welche Schwerpunkte setzen wir in unserer Gemeindearbeit jetzt und in Zukunft? Wo tut es besonders Not, Menschen zu begleiten? Die Erstellung des Pastoralplans geschehe nach dem Grundsatz "Sehen - Urteilen - Handeln". Die Bestandsaufnahme sei nun weitgehend abgeschlossen.

Vertreter zahlreicher Gruppen waren jetzt in die ehemalige Liebfrauenkirche eingeladen, um mit Zuständigen der Gremien, mit den Verantwortlichen der Gemeinde, der Stadt und mit weiteren Gästen über die Ist-Situation und die Zukunft der Kirchengemeinde ins Gespräch zu kommen. Der Abend war nicht öffentlich, Medienvertreter sollten den offenen Austausch nicht gefährden.

Markus van Berlo, Pastoralreferent mit guten Kontakten zu Schulen, Jugendlichen und Familien, zeigte sich im RP-Gespräch begeistert von dem Abend. Was ihn beeindruckte: "Über 100 Teilnehmer diskutierten an 14 Thementischen zu Zukunftsfragen der Gemeinde. Anschließend nahmen sich sehr viele noch Zeit für den Austausch in gemütlicher Runde." Die Zeit wurde keinesfalls verplaudert; die Methode "Welt-Café", die externe Berater den Mitgliedern der Steuerungsgruppe beigebracht haben, ermöglichte effektives Arbeiten in der großen Gruppe. "In Anlehnung an unsere Heiligen haben wir das Verfahren ,Arnolds Welt-Café' genannt", berichtet van Berlo. Unterschiedlichste Leute trafen aufeinader: solche, die sich für Ökumene einsetzen, solche, die sich mit Flüchtlingen beschäftigen, Vertreter der Jugend oder von Verbänden.

Einig seien sich die Teilnehmer darüber, dass der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Großgemeinde besser werden sollte. "Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Stadt vertiefen, auch mehr christliche Angebote für den Nachmittagsbereich der Schulen machen", sagt van Berlo. Das Miteinander der Generationen ist auch ihm persönlich ein großes Anliegen. Wie die Themen gewichtet werden - darüber soll der neue Pastor, der Ende November kommt, mitbestimmen.

Quelle: RP
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