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Goch
Pflasterschäden und Wildwuchs am Ostring

Goch: Pflasterschäden und Wildwuchs am Ostring
Für Fahrbahn und Radweg ist Straßen NRW verantwortlich, um den Gehweg kümmert sich die Stadt Goch. FOTO: Stade, Klaus-Dieter
Goch. Am Ostring wächst der Gehweg zu, Bodenplatten beginnen sich zu verschieben. Die notwendigen Arbeiten sind allerdings erst für 2017 vorgesehen. Einer der Gründe sind unterschiedliche Zuständigkeiten. Von Anja Settnik

Am Ostring spazieren zu gehen ist derzeit nicht sehr angenehm: die Gehwegplatten uneben, in den Fugen sprießt das Gras, von der Seite her wuchern verwahrloste Sträucher auf die Verkehrsfläche. Auch optisch ist dieser Zustand in den Augen mancher Bürger ein Ärgernis. Jetzt hat die Verwaltung dort sogar Warnbaken mit der Aufschrift "Gehwegschäden" aufgestellt. Viel mehr wird vorläufig wohl auch nicht passieren, um den Mangel zu beheben. Natürlich geht's ums Geld.

"Man muss wissen, dass wir es hier mit einer gemischten Gemengelage zu tun haben", sagt Stadtsprecher Torsten Matenaers. Der Ostring sei die Ortsdurchfahrt einer Bundesstraße, nämlich der B 9. Deshalb sei für die Fahrbahn und den Radweg Straßen NRW als Straßenbaulastträger zuständig, die Stadt selbst nur für den Gehweg. "Eigentlich hatte Straßen NRW geplant, in diesem Jahr den Radweg zu sanieren, davon wurde jedoch Abstand genommen. Stattdessen sollen die Arbeiten im kommenden Jahr durchgeführt werden. Entsprechend haben wir uns an diese Planung drangehängt, so dass Geh- und Radweg 2017 instand gesetzt werden", erklärt Matenaers.

Was das wuchernde Grün und die Erwartung, es zu entfernen, anbelangt, gibt es auch wieder zweierlei denkbare Adressaten. "Wenn das Sträucher sind, die von Privatgrundstücken rüberwuchern, sind natürlich diese Eigentümer verantwortlich. Nur wenn es städtische Grundstücke sind, von denen der Wildwuchs ausgeht, ist das Sache der Stadt."

Die Stadt Goch wiederum ist finanziell bekanntlich angeschlagen und spart, wo sie kann – zum Beispiel am Personal des Bauhofs. "Die Mitarbeiter des Kommunalbetriebs arbeiten so viel sie können, aber insbesondere in dieser Jahreszeit kommen sie nicht überall nach. Das kennen wir doch aus dem heimischen Garten: Bei dieser Witterung ist die Natur kaum in ihren Schranken zu halten."

Auch Außengelände von Schulen, Grünstreifen an Parkflächen und öffentliche Grünanlagen sind nicht immer so gepflegt, wie man es gerne hätte. "Die Bürger sollten aber verstehen, dass wir mit dem zur Verfügung stehenden Personal zunächst einmal der Verkehrssicherungspflicht nachkommen müssen", sagt Matenaers. Diese Priorität gilt natürlich genauso für das finanziell ebenfalls nicht besser gestellte Land NRW.

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