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Goch-Kessel
Radweg Richtung Gennep ab September frei

Goch-Kessel: Radweg Richtung Gennep ab September frei
Die Fahrbahn ist einseitig aufgerissen und nicht zu befahren. Dadurch wird es eng auf der anderen Spur. FOTO: Evers Gottfried
Goch-Kessel. Derzeit ist es eng an der Kreuzung Kessel-Grunewaldstraße. Baustellen-Ende in sechs Wochen.

Ganz besonders aufmerksam muss sein, wer in diesen Tagen die Kreuzung Kessel-Grunewaldstraße passiert. Und zwar unabhängig davon, ob er als Auto- oder Fahrradfahrer oder als Fußgänger unterwegs ist. Lkw- und Busfahrer nicht zu vergessen: Sie haben wenig Platz und müssen sich den knappen Verkehrsraum mit den deutlich schwächeren Verkehrsteilnehmern teilen. Die Baustelle betrifft sogar zwei Länder, denn sie tangiert auch die Genneper Straße, die zur deutsch-niederländischen (inzwischen praktisch unsichtbaren) Grenze führt.

Da die längste Phase der Bauarbeiten in die Sommerferien fällt und viele Leute verreist sind oder zumindest nicht zur Arbeit fahren müssen, halten sich die Staus in Grenzen. Nur zu den Stoßzeiten, weiß die Polizei, vergeht schon mal die eine oder andere Ampelphase, bis der Verkehrsteilnehmer den Kreuzungsbereich hinter sich lässt. Ansonsten funktioniert die Baustellenlogistik recht gut. Die reguläre Ampel wurde zwar abgeschaltet, die Baustellenampel, synchronisiert mit der Ampel im Kreuzungsbereich B 504/L484 (Kranenburger Straße/Grunewaldstraße), hilft jedoch bei der Verkehrsregelung und dabei, Staus zu vermeiden. Auch der bei Deutschen beliebte Supermarkt Weijers gleich hinter der Grenze in Ven-Zelderheide bleibt erreichbar.

Grund für die Baustelle am ehemaligen Zollamt ist die Sanierung der Fahrbahn und der Neubau des Radweges zwischen der Kreuzung B504/L484 und dem Grenzübergang. Dazu ist die Fahrbahn auf einer Länge von 230 Metern einseitig aufgerissen und nicht zu befahren; der Verkehr wird in beiden Richtungen abwechselnd über die Engstelle geführt. Ebenso ist die L 484 nur auf einer Seite zu befahren.

Niederländer aus Richtung Gennep, Menschen, die über den Grunewald aus Kleve Richtung Landesgrenze fahren, Kranenburger, die Goch zum Ziel haben oder umgekehrt, die Anlieger - sie alle müssen sich mit der Situation arrangieren. Viele gelbe Linien für Auto- und Radfahrer, eine eigene Bedarfsampel für Fußgänger und diverse Warnbaaken, die zusätzliche Sicherheit vermitteln sollen, sind noch bis September hinzunehmen. Wenn die Bauarbeiten termingerecht abgeschlossen werden können, dürfte die Strecke ab dem 3. September wieder uneingeschränkt befahrbar sein. Dann soll es für Radfahrer, deren Weg derzeit mitten durch den Autoverkehr führt, deutlich angenehmer sein, Richtung Niederlande zu radeln.

(nik)
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