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Uedem-Keppeln
Raketen für den Nachwuchs in der Bütt

Uedem-Keppeln. Auch wenn die Session nur kurz ist: Die Keppelner Queekespiere lassen sich dadurch nicht bremsen. Bei der Abendsitzung begeisterten sie das Publikum mit einee perfekten Mischung aus Büttenreden und Tänzen. Von Christian Breuer

Die zweite Abendsitzung der Queekespiere in Keppeln war noch keine halbe Stunde alt, da gab Sitzungspräsident Robert Terheiden schon die erste Rakete frei. Diesen Extra-Applaus hatte sich Büttenredner Finn Baumann redlich verdient. Der 13-jährige Naseweis überzeugte das Publikum mit einer komplett auswendig gelernten, witzigen Bütt. Unter anderem erinnerte er an die Bürgermeister-Wahl im vergangenen Jahr: "Bömler versuchte, was mit Puppentheater zu reißen - in Uedem soll Rainer Weber was leisten!" Nur wenige Minuten nach der ersten Rakete startete direkt die zweite: Dieses Mal für Josefine "Fini" Bremers, mit zehn Jahren ein weiteres Nachwuchs-Talent in der Keppelner Bütt. Sie berichtete von einem Stromausfall, bei dem auch Internet und Telefon ausgefallen waren: "Da habe ich mich mal mit meiner Familie unterhalten. Und was soll ich sagen? Die machen einen ganz netten Eindruck." Auch Fini durfte, wie übrigens sämtliche Akteure an diesem Abend, die Bühne nicht ohne die laut eingeforderte Zugabe verlassen.

Gereimt, mit ernsten Worten, aber ohne erhobenen Zeigefinger las "Gartenthor" Steffi Neu den Narren die Leviten. Respekt für ihre klaren Worte zur Flüchtlingskrise, Lacher für ihre Geschichten aus dem Dorfgeschehen. Ganz aktuell hatte sie sogar ein Malheur des Vorabends eingebaut - das Podest, auf dem der Elferrat sitzt, war an einer Stelle gebrochen. Steffi Neu: "Besser ins Bodenlose feiern, als gelangweilt rumzueiern!"

Als Verwandlungskünstler entpuppte sich wieder Achim Verrieth, der als "Catweazle 2.0" für diverse Wehwehchen die richtige Medizin dabei hatte und auf Platt das Publikum begeisterte. Etwa mit einen "Abpfiff"-Schnaps für Schalke-Fans: "Dadurch wird das Spiel zwar nicht besser, aber man vergisst es schneller."

Ralf Kerkmann, Rainer Wessels und Klaus Görtz waren sich einig, dass Grillen "reine Männersache ist". Und die "Junggesellen" Marco und Lukas Aymans rissen ihre Zuhörer mit guten Pointen und ihrem Gesang förmlich von den Sitzen.

Stehende Ovationen gab es zudem für die verschiedenen Tanzgruppen der Queeken. Für die quirligen Minis mit ihrem Gardetanz ebenso wie für die Teenies, die einen Boxkampf auf der Bühne inszenierten.

In wunderschön bunten und mit Lichtketten ausgestatteten Kostümen zeigte das Queekenballett seinen "Wonderland"-Showtanz, eine märchenhafte Darbietung, die auch den Tänzerinnen sichtlich Spaß machte.

Playbackshow, Solo-Mariechen Melissa Koenen und die Männertanzgruppe der "Landstreichler" komplettierten eine perfekte Sitzung in Keppeln. Den Queeken ein dreifaches Keppeln Helau!

Das Sessionsmotto "Wej könne gauw än kort än fiere - dat sin wej - dij Queekespiere" ("Wir können kurz und schnell und feiern - das sind wir - die Queekespiere") verrät es bereits, dass die Session sehr kurz ist.

Wer bei den Queeken mitfeiern möchte, kann das noch am Samstag, 6. Februar, machen. Dann steht ab 20.11 Uhr das "Q-Treiben" in der Dorfschule auf dem Programm. Restkarten für die Mischung aus Sitzung und Party gibt es noch bei Hausbedarf Heiming, Dorfstraße 25 in Keppeln.

Quelle: RP
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