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Uedem
Rat Uedem stimmt Etatentwurf zu - dennoch Kritik an Weber

Uedem. Bis auf die Grünen stimmten alle im Uedemer Rat vertretenen Fraktionen am Donnerstagabend dem von Bürgermeister Rainer Weber Anfang November vorgelegten Etatentwurf zu. Der sieht Ausgaben in Höhe von 17,12 Millionen Euro und Einnahmen in Höhe von 17,16 Millionen Euro vor. Somit steht am Ende des rund 300-seitigen Haushaltsplans ein erwarteter Überschuss von exakt 37.811 Euro für das kommende Jahr. Oder wie Weber bei der Vorstellung gesagt hatte: "Der Haushaltsausgleich 2018 ist knapp erreicht worden." Von Michael Baers

CDU, SPD und FDP machten mit ihrer Zustimmung zum Verwaltungsvorschlag den Weg frei für die angekündigten Erhöhungen der Hebesätze für Gewerbe- und Grundsteuern sowie für Investitionen in einer Gesamthöhe von rund 2,7 Millionen Euro. Eine halbe Million Euro soll 2018 in die Entwicklung von Wohnbauland wandern, mit 50.000 Euro ist dann der erste Teil der energetischen Sanierung und des Ausbaus des Rathauses veranschlagt. Inhaltlich gab es kaum Kritik am Etatentwurf, das zeigte auch das deutliche Votum. Dafür gab es zum wiederholten Mal Kritik an der Person des Bürgermeisters. Sozialdemokrat Jörg Lorenz warf Weber Folgendes vor: "Das Klima innerhalb der Verwaltung ist mies, der Krankenstand hoch, die Überstundenkonten voll". Uedem habe "ein großes Hauptproblem", so Lorenz weiter, "und das ist Bürgermeister Rainer Weber". Er empfahl ihm, sich nur um die wichtigen Dinge zu kümmern und seinen Mitarbeitern Freiraum und Vertrauen zu geben, "die zweitwichtigsten und sonstigen Aufgaben zu erledigen". Der Bürgermeister, der diese Vorwürfe bereits seit einigen Jahren kennt, sagte am Tag nach der Sitzung im RP-Gespräch: "Diese Geschichten sind immer die gleichen." Über die Art seiner Amtsführung sagte er: "Ich delegiere so viel, wie ich delegieren kann. - Aber ich habe auch eine Fürsorgepflicht für meine Leute."

Quelle: RP
 
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