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Goch/Kleve
Regensommer statt Badespaß

Goch/Kleve. Besonders der August sorgt bei den Betreibern von Freibädern in der Region für Unmut. Am Wisseler See ist man mit der bisherigen Saison dennoch relativ zufrieden. Von Maximilian Krone

Gestern kam noch mal kurz die Hoffnung auf, der Sommer sei zurück am Niederrhein. Doch wie so oft in diesem Jahr ist mit den annähernd heißen Temperaturen nach einem Tag schon wieder Schluss. Zwar soll auch in den kommenden Tagen oft die Sonne scheinen, doch Temperaturen von etwas über 20 Grad verleiten nur die passionierten Schwimmer zum Sprung ins kühle Nass. Der Sommer 2017 wird vielen im Kreis Kleve als zu nass und zu kalt in Erinnerung bleiben. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Freibäder und Badeseen wieder. Jedoch auch, dass der Frühsommer in diesem Jahr erneut für Sonne und Hitze gesorgt hat - ein Umstand, der bei der Bewertung des Sommers gerne vergessen wird. Und so sprechen die Betreiber insgesamt von einer durchschnittlichen Freibad-Saison in der Region.

In Goch ist man damit nicht zufrieden. "Schlechter Sommer, schlechte Zahlen", kommentiert Hartmans, Leiter des Bades GochNess. Der Außenbereich hat dort bei gutem Wetter von Juni bis September geöffnet. Im vergangenen Jahr hat sich das für die Betreiber ausgezahlt. Nachdem Teile des Sommers s buchstäblich in Wasser gefallen waren, präsentierte sich der Spätsommer von seiner besten Seite und bescherte dem Bad im September bei rund 30 Grad Außentemperatur noch mal viele Besucher. Ob das in diesem Jahr auch so seien wird, ist fraglich. Zumindest für die letzten Tage des Augusts sieht die Prognose eher durchwachsen aus.

Während See und Strand in den vergangenen Wochen eher leer waren, wird dort am Wochenende aber einiges los sein. Denn am Sonntag startet in GochNess der gleichnamige Triathlon. Zumindest den jungen Teilnehmern wird dabei der Sprung ins kalte Wasser erspart bleiben. Bei angenehmen 29 Grad Wassertemperatur treten sie im Hallenbad gegeneinander an, Die Älteren hingegen müssen raus, ins Freie.

Während der Triathlon in Goch für reichlich Betrieb auf dem Gelände sorgen dürfte, müssen die Betreiber des Freibads am Wisseler See auf gutes Wetter hoffen. Sie sprechen bisher von einer eher durchschnittlichen Saison. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei die Zahl der Badegäste sogar gestiegen. Rund 12.000 Badegäste besuchten bislang den See, wenige hundert mehr als noch 2016. "Wir sind mit der Saison relativ zufrieden", sagt Mathis Kleinkemm und hofft noch auf ein paar schöne Tage. Denn die Saison läuft noch bis Ende des Monats. "Die Besucherzahlen schwanken natürlich, je nach Wetterlage", sagt er. So seien in diesem Jahr besonders die Monate Mai und Juni stark gewesen. Der August hingegen war laut Geschäftsführung des Bades unterdurchschnittlich. "Da waren die Besuchszahlen schlecht und nicht gerade der Hammer. Der hat uns ziemlich runtergezogen", sagt Chefin Daniela Dellemann.

Zu Beginn der Saison, die Mitte Mai startete, sah das anders aus: "Wir hatten in diesen Monaten wegen des guten Wetters auch mehr Betriebstage als im Jahr zuvor", sagt Mathis Kleinkemm. Von Rekordzahlen sei man aber weit entfernt. So hätten beispielsweise allein im Mai 2015 fast 5000 Gäste das Freibad besucht. Im August 2017 jedenfalls werden diese Zahlen nicht mehr erreicht.

Quelle: RP
 
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